Europa im Jahr 2020 – grünes Licht für erneuerbare Energie

Bei der Umstellung in der Energieversorgung auf regenerative Quellen leisten die Länder der EU große Fortschritte. Die 27 Mitgliedsstaaten werden im Jahr 2020 insgesamt 20,7% ihres Energiebedarfs aus erneuerbaren Energien decken, wenn sie ihre angekündigten Programme bis dahin plangemäß umsetzen – so die neuesten Berechnungen des Energieverbands EWEA in Brüssel. Der offizielle Soll-Wert liegt bei 20%.

Der Studie zufolge wird die Stromversorgung in der EU im Jahr 2020 zu 34,7% aus regenerativen Energien erfolgen. Bei den Prognosen stützt sich der Branchenverband auf Pläne der EU-Staaten, die der EU-Kommission in Brüssel vorgelegt wurden. Darin wird detailliert dargestellt, welche Ziele in den Bereichen Strom, Heizenergie und Verkehr bis zum Jahr 2020 erreicht werden sollen. Diesen Plänen zufolge stehen die Chancen relativ gut, dass 20% der gesamten Energie in Europa künftig aus regenerativen Quellen bezogen werden.

Nach den Angaben der EWEA soll der Wind die wichtigste Energiequelle der Zukunft sein und rund 15% der gesamten Erzeugung abdecken. Dabei wird mit Hilfe einer Windkraftanlage (WKA) die kinetische Energie des Windes in elektrische Energie umgewandelt und in das Stromnetz eingespeist. Die Bewegungsenergie der Luftströmung wirkt auf die Rotorblätter und versetzt diese in Bewegung. Der Rotor leitet diese Energie an einen Generator weiter, welcher daraus elektrische Energie produziert.


Laut Prognosen des Energieverbandes, werden Irland und Dänemark mit einem Anteil von 30% Windenergie die absoluten Spitzenreiter auf diesem Gebiet sein. In Deutschland dürfte der Wert bei 19,6% liegen und damit die offizielle Norm um 1,6% unterschreiten. Im Jahr 2009 lag der Anteil der Windenergie in Deutschland bei 6,4%, gefolgt von Biomasse (4,4%) und Wasser (3,3%). Einen Zuwachs gab es bei Photovoltaik-Anlagen zu verzeichnen, welche mit 1,0% zum ersten Mal mehr Strom erzeugten, als die Müllkraftwerke (0,9%).

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