Ein neues Rekordjahr für Bausparkassen? – Bausparverträge gewinnen an Bedeutung, doch bei der Nutzung gibt es eine deutliche Trendwende

Anscheinend haben die deutschen Verbraucher den Bausparvertrag als ein sicheres Finanzanlage-Modell neu entdeckt, denn im Jahr 2010 konnten die Bausparkassen hierzulande eine deutliche Hochkonjunktur verzeichnen. Die Zahl der abgeschlossenen Bausparverträge stieg im Vergleich zu 2009 um 30%, so dass eine Bausparsumme von insgesamt 10 Milliarden Euro erreicht wurde. Die Marktführer auf diesem Gebiet rechnen im Jahr 2011 mit einem weiteren Zuwachs von rund 12%.

Bei der Anwendung von abgeschlossenen Bauverträgen zeichnet sich ein neuer Trend ab. Bisher nutzten die Deutschen ihre Ersparnisse hauptsächlich zum Neubau oder Kauf von Immobilien. Den Berichten des Verbands der Privaten Bausparkassen zufolge, geben heute dagegen 60% der Sparer das Geld für Renovierungen und Sanierungen der Häuser aus. In den letzten drei Jahren ist die Zahl der derart Bausparenden um 30% gestiegen und allein 2009/2010 investierten die Kunden in Deutschland rund 120 Milliarden Euro, um alte Häuser wieder auf Vordermann zu bringen.

Ein möglicher Grund für diese Trendwende sind die Förderprogramme der KfW-Bankengruppen, die die Kunden bei energieeffizienten Sanierungsmaßnahmen finanziell unterstützen. Das Ziel dieser Programme ist es, den Energieverbrauch der bestehenden Immobilien zu verbessern.


Finanziert werden Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen an Gebäuden, für die eine Baugenehmigung bis zum 31.12.1994 ausgestellt wurde. Das Programm kann sowohl von Privatpersonen, als auch von Geschäftskunden für selbst genutzte und vermietete Immobilien in Anspruch genommen werden. Voraussetzung dabei ist, dass der Primärenergiebedarf nach der Sanierungsmaßnahme einer festgelegten Norm entspricht (Stichwort Effizienz Haus 55, 70, 85 usw.). Die Förderung erfolgt dabei in Form eines langfristigen Darlehens mit besonders günstigen Zinsen. In den ersten Jahren muss in der Regel keine Tilgung gezahlt werden. Derzeit beträgt der Förderbeitrag maximal 75.000,00 Euro pro Baueinheit.

Wer sich also heute dazu entscheidet, ein altes Gebäude energieeffizient zu sanieren, entlastet die Umwelt und profitiert gleichzeitig von finanziellen Vorteilen.

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