Hier gibt‘s Deutschlands beste Immobilien

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Bei der Qualität von Wohnimmobilien gibt es innerhalb Deutschlands extreme regionale Unterschiede. Nord oder Süd, West oder Ost, Stadt oder Land? Wo lohnt es sich zu kaufen? Wo muss besonders viel saniert werden? FOCUS Online zeigt, wo es die besten Kaufangebote gibt.
Der Traum von den eigenen vier Wänden ist in Deutschland ungebrochen. Mehr als drei Viertel aller Mieter wünschen sich ein Eigenheim. Hindernisse auf dem Weg zur eigenen Immobilie sind die Angst vor hohen Kosten, der in vielen Regionen hart umkämpfte Markt – und Unkenntnis darüber, wo es überhaupt die besten Angebote gibt.

Zum letzten Punkt gibt nun eine neue Studie des Marktforschungsinstituts empirica Aufschluss. Deutschlandweit wertete empirica im Auftrag der Bausparkasse Schwäbisch Hall 743 000 Immobilienangebote aus. Daraus entstand eine Karte, die für alle 412 Kreise und kreisfreien Städte der Bundesrepublik die Angebotsqualität der Kaufangebote aufschlüsselt:

Ost-West-Gefälle

Auffällig ist das starke Qualitätsgefälle von Nordosten nach Süden, wobei die Region um die Bundeshauptstadt Berlin eine Qualitätsinsel im östlichen Deutschland darstellt. Dagegen bescheinigt die Studie den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern eine dürftige Angebotsqualität. Dies äußert sich in einem hohen Sanierungsbedarf der dort angebotenen Häuser und Wohnungen und einer niedrigen Aktivität in Sachen Neubau und Modernisierung. Die 20 am schlechtesten bewerteten Landkreise finden Sie auf Seite 3 dieses Artikels.

Städte stechen hervor

Die Hochburgen mit den qualitativ besten Immobilien-Angeboten befinden sich in der Region München und den die bayerische Landeshauptstadt umgebenden Kreisen sowie überall verteilt in Baden-Württemberg und Südhessen. Auch einzelne Städte wie Hamburg, Düsseldorf, Köln oder Münster stechen hervor. Gemeinsam haben die Regionen im vorderen Teil des Rankings, dass sie überdurchschnittlich hohe Modernisierungs- und Neubauaktivitäten sowie einen geringen Sanierungsbedarf aufweisen. Auf Seite 2 lesen Sie, welche Regionen am besten abgeschnitten haben.

Die Studie

Für die Studie bewertete Empirica das Verhältnis von sanierten und neuwertigen Immobilien zu denjenigen, die einer Modernisierung bedürfen. Weitere Einflussgrößen waren das durchschnittliche Alter oder das letzte Modernisierungsjahr sowie der Anteil der nach 2007 errichteten Neubauten an den Kaufangeboten. Mietangebote wurden nicht berücksichtigt. Aus diesen Indikatoren berechnete Empirica einen Qualitätsindex, aus dem das Institut das Gesamtergebnis ableitete.

Rahmenbedingung Nachfrage

Die unterschiedliche Qualität der Bestände führt Empirica unter anderem auf einfache Marktmechanismen zurück. In Regionen mit hoher Nachfrage nach Immobilien und entsprechend hohen Preisen ist demnach auch von einer höheren Qualität der Wohnungsbestände auszugehen, da sich die Ausgaben für Investitionen in Sanierungen und Modernisierungen schneller durch Verkäufe amortisieren. Das gilt auch für Neubauten – und eine hohe Neubauaktivität erhöht die Qualität in der Region zusätzlich.

Daraus ergibt sich, dass die Angebotsqualität unmittelbar von den demographischen Rahmenbedingungen der Regionen abhängt. Sie kommen ebenfalls in den Preisen zum Ausdruck. Hohe Preise deuten auf aufstrebende, niedrige Preise auf wachstumsschwache Regionen hin.

Mieten werden 2013 ungebremst steigen

Geld sparen Hauskauf-BerlinEuro-Krise und niedrige Leitzinsen haben die Wohnkosten zuletzt dramatisch anziehen lassen. Nun sind sich Experten sicher: Das war erst der Anfang – vor allem in den Metropolen wird es noch teurer.

Wer in großen Städten wohnt, muss mit noch höheren Wohnkosten rechnen. „In den Metropolregionen werden die Mieten weiter steigen“, sagte Christian Schulz-Wulkow von der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young bei der Präsentation des Trendbarometers Immobilien-Investmentmarkt 2013.

Der Umfrage bei Banken, Fonds- und Wohnungsgesellschaften zufolge haben Investoren auch in diesem Jahr vor allem Berlin im Blick. Für 44 Prozent liegt dort in den nächsten Monaten der Schwerpunkt ihrer Suche nach Wohnimmobilien.

Der Hauptstadt werde ein besonders hohes Mietentwicklungspotenzial zugetraut, so Schulz-Wulkow. Dies liege unter anderem an den vielen Zuzügen.

In Berlin sei die Einwohnerzahl innerhalb eines Jahres um rund 40.000 gestiegen. Mit dieser hohen Nachfrage könne das Angebot an freien Mietwohnungen nicht Schritt halten.

Hamburg setzt sich vor Frankfurt am Main

Dies gelte allerdings auch für Städte wie Hamburg, Düsseldorf, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart und München, wo die Wohnkosten ebenfalls weiter stiegen. Diese Kernregionen haben zwischen 20 und 24 Prozent der befragten Käufergruppen in diesem Jahr bei der Suche nach geeigneten Objekten besonders im Blick.

Bei den bevorzugten Standorten für Büroimmobilien ist Hamburg der neue Favorit. 32 Prozent der potenziellen Investoren nannten die Stadt mit ihren 1,8 Millionen Einwohnern als erste – im Vorjahr waren es erst 22 Prozent. München folgt mit 29 Prozent auf Platz zwei. Erst an dritter Stelle rangiert mit 27 Prozent Frankfurt.

Die hessische Metropole nahm 2012 noch den Spitzenplatz ein. Die Experten von Ernst & Young begründeten den rasanten Aufstieg Hamburgs mit der breiteren wirtschaftlichen Aufstellung der Stadt. „Die Renditeentwicklungen dort sind nicht so abhängig von der Verfassung eines Sektors“, sagte Schulz-Wulkow und verwies auf die dominante Finanzbranche in Frankfurt.

Deutschland ist ein attraktiver Immobilienmarkt

Vor allem ausländische Käufer drängen nach Deutschland, so Ernst & Young-Partner Hartmut Fründ. Der heimische Markt habe eine „große internationale Anziehungskraft“, er gelte angesichts der wirtschaftlichen Stärke des Landes weiter als sicherer Hafen. Laut der Umfrage schätzen 99 Prozent Deutschland im Vergleich zu seinen Nachbarn als einen attraktiven oder sehr attraktiven Markt ein.

Dabei seien die Käufer angesichts der niedrigen Zinsen und der Furcht vor Inflation bereit, wieder höhere Risiken einzugehen. „Doch es geht noch längst nicht alles“, so Fründ. Dies liege an den Banken und den strengeren Eigenkapitalvorschriften.

„Viele Institute sind restriktiver und selektiver bei der Vergabe von Immobilienkrediten geworden.“ Beim Transaktionsvolumen geht Ernst & Young deshalb davon aus, dass es 2013 wie im Vorjahr bei 36 Milliarden Euro liegen wird.

Keine Immobilienblase in Sicht

Anzeichen für eine Preisblase sehen die Experten bislang nur vereinzelt. In den Bereichen Büro, Einzelhandel, aber auch Hotel und Logistik werde für 2013 mit weitgehend stabilen Preisen gerechnet. Die steigenden Preise bei Wohnimmobilien ließen sich in den meisten Fällen nach wie vor durch die jeweiligen Mieten erklären, sagte Schulz-Wulkow.

Eine Entkopplung von Preis- und Mietentwicklung, die ein Warnsignal wäre, sei bislang nur vereinzelt zu beobachten. Investoren wichen längst auf andere Standorte aus. Dies führe dazu, dass selbst in ländlichen Regionen, wie im Osten oder in Niedersachsen, zumindest kein Wertverlust des Wohnraums erwartet werde.

65 Prozent der Befragten gehen in der Peripherie für dieses Jahr von stabilen Preisen aus, 15 Prozent sogar von steigenden. Für 1a- und 1b-Lagen erwarten 75 Prozent und 66 Prozent, dass sie 2013 mehr zahlen müssen als 2012.

Risikofaktor Politik

Auch der Verband deutscher Pfandbriefbanken sieht bisher keine Anzeichen für eine Überhitzung am deutschen Wohnungsmarkt, auch wenn sich der seit fünf Jahren bestehende Aufwärtstrend bei den Preisen zuletzt noch einmal beschleunigt habe.

„Eine Eigendynamik des Preisverlaufs mit möglichen negativen Auswirkungen auf die Wohnungs- und auch die Finanzierungsmärkte kann zwar nicht ausgeschlossen werden, die entsprechende Gefahr ist aus heutiger Sicht aber gering“, sagte Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt.

Als Risikofaktor für Investoren sieht Ernst & Young die Politik. Noch gebe es keine Regulierung der Miet- und Wohnungspreise, aber die Diskussion könne durchaus an Dynamik gewinnen, wie die jüngsten Vorschläge der SPD für den Fall eines Regierungswechsels im Herbst zeigten.

„Wenn ein Investor aus größeren Wohnungsbeständen heraus will, sollte er sich überlegen, ob er dies nicht jetzt macht“, sagte Fründ. Das Problem sei allerdings für viele Anleger, dass sie angesichts der niedrigen Zinsen an den Kapitalmärkten nicht wüssten, was sie mit dem Geld anderes machen sollten.

Bundesweit sind die Mieten gesunken

Dass die Politik als mögliche Bremse für Preise und Mieten gesehen wird, zeigt auch die jüngste Reaktion der Eigentümerschutzgemeinschaft Haus & Grund. Die Mieten seien 2012 nach Abzug der Inflationsrate bundesweit im Durchschnitt um 0,8 Prozent gesunken, teilten die Interessenvertreter mit Verweis auf das Statistische Bundesamt mit.

Daher seien aktuelle Vorschläge verschiedener politischer Parteien für weitere gesetzliche Mietbegrenzungen überflüssig. Präsident Rolf Kornemann. „Lokale Wohnungsknappheit muss lokal angegangen werden.“

Karsten Seibel

Profis pumpen Milliarden in deutsche Immobilien

Hauskauf Berlin, Professionelle Anleger stecken immer mehr Geld in deutsche Immobilien. Vor allem ausländische Käufer entdecken den hiesigen Markt wieder als Anlageziel. Sie pumpen Milliardensummen in Bürohäuser und Wohnungspakete – so wurde 2012 zum umsatzstärksten Jahr seit Langem.

Hamburg – Das Interesse professioneller Investoren aus dem In- und Ausland an deutschen Gewerbe- und Wohnimmobilien ist so groß wie seit Beginn der Wirtschaftskrise 2008 nicht mehr. Vor allem im vierten Quartal des vergangenen Jahres nahm die Investitionstätigkeit rasant zu, berichten Berater- und Maklerhäuser. 2012 wurde dadurch zum umsatzstärksten Jahr seit dem Boom 2006/2007.

Mehr als 25 Milliarden Euro steckten Großanleger im vergangenen Jahr in deutsche Gewerbeimmobilien. Der Wert liegt je nach Art der Messung um 8 bis 11 Prozent über dem des Vorjahres. Das berichten die Beratungsgesellschaften Jones Lang LaSalle (JLL), CBRE, Colliers sowie BNP Paribas Real Estate.

Nach Angaben von Sven Stricker, Head of Investment von BNP Paribas Real Estate Deutschland, ist es hierzulande das dritthöchste jemals erzielte Handelsvolumen mit Bürohäusern, Shoppingcentern, Lagerhallen und anderen Gewerbeobjekten. „Nur in den beiden Boomjahren 2006 und 2007 wurde deutlich mehr umgesetzt“, so Stricker.

Ausschlaggebend war nach Angaben der Experten vor allem ein fulminantes Schlussquartal mit Portfoliodeals im Milliardenbereich. Beispiele sind die Verkäufe der TLG Immobilien und des Karstadt-Pakets inklusive KaDeWe für jeweils rund 1,1 Milliarden Euro. Zudem hätten große Einzeltransaktionen wie der Verkauf des Bürohauses „Frankfurter Welle“ für gut 400 Millionen Euro sowie des „Kranzler Ecks“ in Berlin für rund 375 Millionen Euro eine wichtige Rolle gespielt. Laut CBRE wurde allein in den letzten drei Monaten 2012 mehr investiert als im gesamten Investmentjahr 2009.

Interesse ausländischer Investoren steigt

Bemerkenswert: Insbesondere Investoren aus dem Ausland haben offenbar wieder zunehmendes Interesse am Kauf hiesiger Gewerbeobjekte. Laut CBRE gehen alleine acht der zehn größten Portfoliotransaktionen auf das Konto ausländischer Investoren. Dementsprechend habe sich deren Anteil am gesamten Transaktionsvolumen von 32 Prozent im Vorjahr auf 42 Prozent erhöht. Das unterstreicht, dass der deutsche Immobilienmarkt aus Sicht internationaler Investoren vor allem im Vergleich gegenüber den Investmentmärkten in Großbritannien und Frankreich weiter aufholt, so CBRE.

Aber nicht nur Gewerbeimmobilien sind gefragt wie lange nicht. Auch am deutschen Wohnimmobilienmarkt herrscht große Nachfrage. Vor allem umfangreiche Paketdeals haben es den institutionellen Investoren dort offenbar angetan. Je nach Messmethode lag das Umsatzplus bei den Wohnungsportfolios gegenüber dem Vorjahr bei knapp 50 bis 84 Prozent, letzteres ermittelt von CBRE. Das Handelsvolumen beziffern die Experten unisono auf zehn bis elf Milliarden Euro, den höchsten Wert seit fünf Jahren, wie unter anderem Helge Scheunemann, Leiter Research JLL Deutschland, feststellt.

Charakteristisch waren laut Savills Transaktionen ab 10.000 Einheiten, eine Größenordnung also, die zuletzt im Jahr 2008 gehandelt wurde. Sechs solcher Portfolios wechselten im vergangenen Jahr nach Angaben der Experten den Besitzer. Darunter die Wohnungen der LBBW, der BayernLB und der bundeseigenen TLG.

Auch künftig dürfte sich nach Ansicht der Experten kaum etwas am Interesse der Investoren an Immobilien in Deutschland ändern. Jan Linsin etwa, Head of Research bei CBRE in Deutschland, geht davon aus, dass der deutsche Immobilieninvestmentmarkt zu einem der sichersten Anlagehäfen und zu den Gewinnern der Euro-Schuldenkrise zählt.

Auch Piotr Bienkowski, Vorsitzender der Geschäftsführung von BNP Paribas Real Estate Deutschland, spricht von positiven Aussichten für 2013 und hält ein Transaktionsvolumen von 22 bis 25 Milliarden Euro für möglich.

Von Christoph Rottwilm

Worauf man beim Kauf von Gebraucht-Immobilien achten sollte

Hauskauf-BerlinWer auf Gebrauchtimmobilien setzt, kann viel Geld sparen – allerdings nur, wenn vor dem Kauf gründlich ausgesucht und geprüft wird. Dabei sollte nicht nur auf die Bausubstanz geachtet werden, sondern auch die Finanzierung sollte zuvor gründlich durchdacht und geplant werden.

Steigende Preise für Baugrundstücke und Neubauten – besonders in den Ballungsräumen – sprengen immer häufiger das Budget von Normalverdienern. Deutlich günstiger kann sich jedoch auch in zentralen Lagen den Traum vom Eigenheim verwirklichen, wer sich für eine gebrauchte Wohnung oder ein Gebrauchthaus entscheidet.

Nach einer kürzlich veröffentlichten Analyse des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung betrug 2010 der Quadratmeterpreis hier mit 1160 Euro weniger als die Hälfte des Preises für eine neu errichtete Eigentumswohnung (2400 Euro). Doch das wirklich passende Objekt zu finden, erfordert eine sorgfältige Auswahl. Jochen Ament, Fachmann der Badenia-Bausparkasse, sowie Bauingenieurin und TV-Wohnexpertin Sabine Binkenstein geben Tipps, was vor der Entscheidung für ein gebrauchtes „Schätzchen“ zu beachten ist.

Auch die 1-B-Lagen in Betracht ziehen

Lage und Infrastruktur bestimmen maßgeblich Kaufpreis, Werterhalt und möglichen Wiederverkaufswert. „Der Erwerber sollte aber durchaus auch die sogenannten 1-B-Lagen etwas weiter außerhalb in Betracht ziehen, sofern das Umfeld stimmt. Sie punkten nämlich manchmal mit wesentlich günstigeren Preisen“, rät Ament.

Die Finanzierung der Gebrauchtimmobilie sollte der Käufer vorab genau kalkulieren. Die zentrale Frage dabei: Wie viel Haus kann ich mir wirklich leisten? „Das derzeit günstige Zinsniveau darf nicht dazu verleiten, bis an den Rand der finanziellen Möglichkeiten zu gehen“, rät der Bauspar-Experte. Besonderes Augenmerk solle bei der Finanzierung auf eine Zinsgarantie über die gesamte Laufzeit gelegt werden.
Auf typische Schwachstellen achten

Hat der Käufer eine Gebrauchtimmobilie in der engeren Auswahl, muss die bauliche Substanz auf Herz und Nieren untersucht werden: Wann und was wurde renoviert? Wie sind Fenster und Heizanlage zu beurteilen? Liegt ein Energieausweis vor? Was sagt dieser aus? Wie sieht bei Mehrfamilienhäusern das Gemeinschaftseigentum aus? Welche Qualität hat die Dämmung? Wie ist der Zustand von Dacheindeckung und Dachstuhl?

Dabei sollte auf die ganz speziellen Schwachstellen von Immobilien verschiedener Bauepochen geachtet werden. Ein schmuckes Häuschen aus den späten 1940er Jahren etwa kann unter Umständen buchstäblich auf Sand (oder Schutt) gebaut sein, ein Flachdach-Bungalow aus den 1970er Jahren Bauteile aus Asbest enthalten. In gebrauchten Wohnungen und Häusern verstecken sich oft Mängel, die der Laie auf den ersten Blick nicht erkennt.
Zur Besichtigung einen Gutachter mitnehmen

Dazu zählen: Schimmel, Verfärbungen und feine Risse in den Wänden, Vorwölbungen und Absenkungen. Sie können Hinweise auf Feuchtigkeit oder statische Probleme geben. „Um das beurteilen zu können, sollte zur Besichtigung einer zum Kauf anstehenden Immobilie auf jeden Fall ein Gutachter mitgenommen werden“, rät Binkenstein. Der Sachverständige kann die Kosten für notwendige Sanierungen ermitteln. Diese Beträge müssen zum Kaufpreis dazu gerechnet werden. „Und bei den Verhandlungen mit dem bisherigen Eigentümer können anstehende Baumaßnahmen ein wichtiger Grund für Preisnachlässe sein“, gibt die Fachfrau zu bedenken.

Nicht zuletzt sollte sich der künftige Eigentümer Zeit lassen für seine Entscheidung. Vor der Unterschrift unter den Kaufvertrag ist es wichtig, alle Fakten noch einmal abzuwägen. Was spricht für, was gegen die Immobilie? Auch weitere Besichtigungen sind empfehlenswert. Denn das potenzielle „Schätzchen“ kann unter der Woche mit Verkehrslärm und bei Regenwetter ganz anders wirken als an einem sonnigen Wochenende.

Tobias Krell

Hausbau in Berlin und Brandenburg: Die Renaissance des Bauhaus-Stils

Stadtvilla in Berlin

Hausbau in Berlin und Brandenburg

Seit ein paar Jahren erfreut es sich neuerlich sehr großer Popularität beim Hausbau in Berlin und Brandenburg. Denn die „Neue Sachlichkeit”, wie der Bauhausstil auch genannt wird, verbindet formschönes Design mit anspruchsvoller Funktionsvielfalt. „Es gibt keinen Wesensunterschied zwischen dem Künstler und dem Handwerker”, propagierte der Architekt und Bauhaus-Begründer Walter Gropius. In den 1920er Jahren verkörperte dieser neue Stil ebenso wie die Rückkehr zum klassischen Handwerk des Hausbaus wie ebenso die Anpassung an die zeitgenössische Massenfabrikation. Zusätzlich zu Gropius gehören Hannes Meyer und Ludwig Mies van der Rohe zu den Vertretern der bekannten architektonischen Richtungen im Bauhaus. Global wird der in Dessau begründete Stil außerdem unter den Begriffen Klassische Moderne, Internationaler Stil und Neues Bauen weit verbreitet. Seit 1996 gehört das Bauhaus-Gebäude in Dessau offiziell zum Weltkulturerbe der Unesco.
Individuelle Entwürfe anstatt Massenbau von der Stange

Mittlerweile hat sich das Bauhaus weiterentwickelt und wurde mitsamt den Entwicklungsmöglichkeiten einer modernen Einfamilienhaus-Architektur in Einklang gebracht. Heute sind die Erwartungen, vornehmlich an Einzigartigkeit und Energieeffizienz, weiter gewachsen. Das Bauhaus bietet Häuslebauern dafür eine gute Grundlage: Die aktuelle Renaissance verdankt es dem zeitlosen Anspruch, Technik und Kunsthandwerk miteinander auszusöhnen. Außerdem sind auch persönlich gestaltete Bauhäuser inzwischen sehr wohl erschwinglich. Auf dem Immobilienmarkt der Hausanbieter in Berlin und Brandenburg finden sich heute eine Menge persönliche gestalteter Modelle mit dem typischen, glatten und schnörkellosen Baustil. Neue Modelle im Bauhausstil bieten den Häuslebauern einen Zugewinn an individueller Konzeption und gestalterischer Freiheit ‒ vorbei sind die Zeiten der Typenhäuser von der Stange sowie eintöniger Neubausiedlungen.

Hohe Erwartungen an die Energiebilanz

Für die Hausanbieter in Berlin und Brandenburg wird das Bauhaus insbesondere interessant, da es in seiner einfachen, pragmatischen Bauweise ebenfalls an hohe energetische Ansprüche angepasst werden kann. Denn bis 2016 verlangt der Grundriss zur neuen Energiesparverordnung im Neubau Kostensenkungen von 25 % bis 2016. Einfach lässt sich mittels Verzicht auf Walm-, Sattel- oder Gaubendächer und weitere Vorsprünge die Außenfläche des Bauhauses verkleinern. Dadurch kann außerdem Wärmeverlust verhindert werden. Darüber hinaus lässt sich die Außenhaut der Immobilie durch wärmegedämmtes Baumaterial verkleiden. Solaranlagen, Wärmepumpen und kontrollierte Be- und Entlüftung garantieren zusätzliche Energiespareffekte. Damit kombiniert erfüllt das Bauhaus außergewöhnlich gut die Ansprüche gesetzlich förderfähiger KfW-Effizienzhäuser. Errichtet werden kann das Haus in moderner Fertigteilbauweise bzw. Trockenbauweise sowie klassischer Massivhausbauweise. Die großflächigen Fenster werden zum Energiegewinn im eleganten Bauhaus-Stil idealerweise in Richtung Süden ausgerichtet, die kleineren Fenster hingegen Richtung Norden. Das hängt selbstverständlich von den Gegebenheiten am Bauplatz ab. Hausanbieter in Berlin und Brandenburg legen zudem viel Wert auf Luftwechselsysteme und baubiologisch einwandfreie Baustoffe.

Eine Übersicht für die faszinierende Welt des Bauhaus in Berlin und Brandenburg sowie detaillierte Informationen zu regionalen Anbietern bietet das Sonderheft „Bauhäuser”, dass der Dezember-Ausgabe des Regionalen Immobilien Journal Berlin & Brandenburg http://www.immobilien-journal.de beiliegt. Hier finden Sie ebenso eine große Auswahl von Spezialisten für den Hausbau im Bauhaus-Stil in Berlin und Brandenburg und deren Aktionen und Neuigkeiten.Das Sonderheft kann auch unter http://www.immobilien-journal.de/bauhaus kostenlos bestellt werden.

Ratschläge für die neue Wohnqualität

Zu den aussergewöhnlichen Vorteilen des Bauhauses zählt dessen weiträumiger Schnitt. Kombiniert mit einem minimalistischen Stil entsteht so eine stimmige Wohnatmosphäre, ein Erholungsort für Körper und Seele vom Druck des Alltags. Großflächige, bodentiefe Glasfronten, Holzverkleidungen bzw. waagerechte oder senkrechte Sichtbetonelemente können ganz nach Wunsch in Beziehung zueinander gesetzt werden. Die großzügige Gestaltung schlägt sich speziell in dem offenen Wohn- sowie Essbereich nieder. Er verkörpert die Mitte des Gebäudes und sollte dementsprechend offen konzipiert sein. Zahlreiche Küchenplaner bieten mittlerweile ein „Gesamtpaket Küche” an, dass wahlweise Lichtinstallationen, Arbeits- und Ruhezonen sowie geschlossenen Stauraum enthält.

Damit darüber hinaus auch der Grundriss eine harmonische Konzeption gewährleistet, müssen sich weitere Räume dem Wohn- beziehungsweise Essbereich unterordnen.Betont werden darf die Weitläufigkeit des Hauses durch eine Deckenerhöhung im Parterre und eine groß angelegte Terrasse, die den Wohnbereich ins Grüne ausdehnt. Sämtliche Räume werden klar und funktional konzipiert. Das Badezimmer sollte zum Beispiel aus luft- und schalltechnischen Gründen nicht direkt an das Schlafzimmer angrenzen.

Große Auswahl für den Hausbau im Bauhausstil in Berlin und Brandenburg

„Design folgt der Funktion”, gilt als ein Grundprinzip im Bauhaus-Stil. Diesen hohen Anforderungen haben sich viele Hausbaupartner in Berlin und Brandenburg gestellt.

Beispielsweise kombiniert das Hausbau-Unternehmen „Akost GmbH” traditionelle norwegische Handwerkskunst mit der Innengestaltung der „Neuen Sachlichkeit. Der grundlegende Baustoff ist Holz. Auf vorgefertigte Wandelemente wird verzichtet, stattdessen wird jeder Ständer und jedes einzelnes Stück Holz separat geliefert und fachgerecht befestigt. So kann eine sehr gute Dichtung und Wärmeisolierung ermöglicht werden. Heizenergie bleibt in den eigenen vier Wänden, die laufenden Kosten können so stark eingeschränkt werden. Zudem überprüft ein zertifizierter Anbieter das Haus nach dem europaweit anerkannten Verfahren namens „Blower Door Test”auf Dichtigkeit. Die Wände im Holzrahmenbau haben darüber hinaus einen schlanken Querschnitt – so bleibt ein gutes Größenverhältnis von Nutzfläche zur Querfläche möglich. Die Innengestaltung orientiert sich, ganz im Bauhaus-Prinzip, an funktionalen Maßstäben. Der Hausbauer kann zwischen 28 Haustypen frei aussuchen sowie diese persönlich verfeinern. Akost garantiert die Fertigstellung des Hauses binnen von 15 Wochen.

Weidmann sieht keine Immobilien Blase

Investment

Niedrige Zinsen

Niedrige Zinsen lassen die Anleger zu Immobilien greifen. Vor allem in Großstädten steigen die Preise für Eigentumswohnungen. Dennoch sieht die Bundesbank keine Anzeichen für eine Überhitzung.
Die Bundesbank hat ihre Warnungen vor möglichen Übertreibungen am deutschen Immobilienmarkt bekräftigt.“Fakt ist: Der deutsche Immobilienmarkt ist mittlerweile regional angespannt. In Ballungsgebieten wie Frankfurt oder München sind die Preise deutlich gestiegen“, sagte Bundesbank-Präsident Jens Weidmann im Interview mit der „Welt am Sonntag“. Dieser Preisanstieg hänge mit einer Vielzahl von Faktoren zusammen, „die günstigen Finanzierungsbedingungen sind einer davon“.

Gleichzeitig trat Weidmann Kritikern entgegen, die der Notenbank vorgeworfen hatten, sie schüre mit Warnungen vor einer Immobilienblase unnötige Panik.

Niedrige Zinsen heizen Boom an

„Wir weisen zwar auf einen beschleunigten Preisanstieg hin, insbesondere in Ballungsgebieten. Aber wir sprechen noch nicht von einer Blase und betreiben erst recht keine Panikmache“, sagte er.

Zu einer Blase würde gehören, dass die Immobilienkredite rasant wachsen, was aber nicht der Fall sei. Außerdem müsse man auch die im internationalen Vergleich sehr gedämpfte Entwicklung des deutschen Immobilienmarktes im vergangenen Jahrzehnt berücksichtigen, um das Gesamtrisiko zu bewerten.

„Allerdings tragen die niedrigen Zinsen dazu bei, dass der Immobilienmarkt derzeit boomt“, betonte Weidmann. Auch die Unsicherheit durch die Euro-Krise und der Wunsch, das Geld in vermeintlich sicheren Häfen zu parken, spielten eine Rolle. „Das alles ist keine Erfindung der Bundesbank.“

Die heißesten Immobilienmärkte Deutschlands

Hauskauf-BerlinIn den Metropolen spielen die Preise für Immobilien verrückt. Eine Studie zeigt, dass Kaufpreise und Mieten in den nächsten Jahren weiter steigen werden. Wo es jetzt noch Chancen gibt, und wo Mieter draufzahlen müssen.

Ist der Markt für Wohnimmobilien heiß gelaufen? Noch nicht. Aber in den kommenden Jahren wird es auf jeden Fall heißer. Das ist das Ergebnis einer Studie von Feri Eurorating zum deutschen Immobilienmarkt. Die Ratingagentur hat Prognosen über die Entwicklung von Mieten und Kaufpreisen für 68 Standorte über die nächsten drei Jahre erstellt.

Besonders in den Metropolen Hamburg, München und Berlin werden die Kaufpreise für Wohnungen deutlich steigen. Die Mieten dürften in den diesen Städten zwar ebenfalls zulegen, mit der Explosion der Kaufpreise aber nicht Schritt halten.

Prognose für Eigentumswohnungen bis 2015

Durchschnittspreis 2012: 1.894 Euro/qm
Preisentwicklung bis 2015: +8,0 Prozent

In Berlin dürften sich Preise und Mieten im Schnitt einigermaßen parallel entwickeln. Feri erwartet eine Preissteigerung um acht Prozent und Mietsteigerungen in Höhe von 8,2 Prozent. Die Annahme bezieht sich auf den Gesamtmarkt, in einzelnen Stadtteilen kann die Entwicklung durchaus auseinanderlaufen. „In einzelnen Objekten können Eigentümer bei einem Auszug Mietsteigerungen von 80 Prozent und mehr durchsetzen“, sagt Andreas Lewandowski, Vorstand des Immobilienunternehmens Estavis, das Bestände in der Hauptstadt verwaltet. Für einige Plattenbauten zahlten Käufer bereits bis zu tausend Euro pro Quadratmeter.

Prognose für Mieten bis 2015

Durchschnittspreis 2012: 7,5 Euro/qm
Preisentwicklung bis 2015: +8,2 Prozent

In Berlin dürften sich Preise und Mieten im Schnitt einigermaßen parallel entwickeln. Feri erwartet eine Preissteigerung um acht Prozent und Mietsteigerungen in Höhe von 8,2 Prozent. Die Annahme bezieht sich auf den Gesamtmarkt, in einzelnen Stadtteilen kann die Entwicklung durchaus auseinanderlaufen. „In einzelnen Objekten können Eigentümer bei einem Auszug Mietsteigerungen von 80 Prozent und mehr durchsetzen“, sagt Andreas Lewandowski, Vorstand des Immobilienunternehmens Estavis, das Bestände in der Hauptstadt verwaltet. Für einige Plattenbauten zahlten Käufer bereits bis zu tausend Euro pro Quadratmeter.