KfW unterstützt Ausbau der Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz in Afrika

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Der Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank hat mit der Eastern and Southern African Trade and Development Bank (PTA-Bank) einen Förderkredit über 60 Mio. USD unterzeichnet. Die Bank wird diesen Förderkredit Unternehmen in den COMESA-Staaten (Common Market for Eastern and Southern Africa) zur Finanzierung von klimafreundlichen Investitionen im Bereich Erneuerbare Energien und Energieeffizienz zur Verfügung stellen.
„Die KfW legt mit diesem Förderkredit an die PTA-Bank die Basis für eine nachhaltige, auf erneuerbaren Energien basierende Entwicklung der Wirtschaft in den ost- und südafrikanischen Ländern. Sie leistet damit gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der jeweiligen lokalen Finanzsektoren“, sagte Dr. Norbert Kloppenburg, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe.

In der letzten Dekade hat der afrikanische Kontinent trotz globaler Wirtschaftskrise und Revolutionen in nordafrikanischen Ländern die längste und stärkste Wachstumsperiode seit den 1960er Jahren erlebt. Dieser positive Trend, der sich im besonderen Maße in den ost- und südafrikanischen Ländern zeigt, wird sich nach Einschätzung von Experten auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Voraussetzung dafür ist, dass bestehenden Infrastrukturdefizite u.a. im Bereich Energie beseitigt werden. Zu den COMESA-Staaten zählen derzeit 19 afrikanische Länder, darunter u.a. Kenia, Tansania und Uganda.
Die PTA Bank wurde 1985 durch die COMESA-Mitgliedsstaaten gegründet. Aufgabe der Bank ist die Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung sowie der Handelsbeziehungen unter den Mitgliedstaaten. Dies umfasst neben mittel- bis langfristigen Projektfinanzierungen in den Sektoren Energie, Transport und Telekommunikation auch die Finanzierung von länderübergreifenden Handelsaktivitäten.

KfW senkt erneut die Zinsen

KfWDie KfW nutzt die anhaltend günstige Entwicklung am Kapitalmarkt, um die Zinsen in zahlreichen Kreditprogrammen zu senken. Dabei weitet die KfW auch den vor einigen Wochen in einer Reihe von Kreditprogrammen für Privatpersonen und Unternehmen eingeführten „Signalzins“ von 1% auf weitere Programmvarianten aus. Immobilienbesitzer, die ihr Haus energetisch sanieren möchten, können ihr Vorhaben nun in allen Kreditlaufzeiten des Programms „Energieeffizienz Sanieren“ mit einer Zinsbindungsfrist von bis zu 10 Jahren zu einem Effektivzins von 1% p.a. finanzieren. Für kleine und mittlere Unternehmen, die den Energieverbrauch ihres Betriebs senken bzw. ungenutzte Energiesparpotenziale heben wollen, bietet das KfW-Energieeffizienzprogramm nun auch bei einer zehnjährigen Kreditlaufzeit einen Zinssatz ab 1%. Dies gilt auch für Finanzierungen aus dem KfW-Umweltprogramm, in dem z.B. Maßnahmen zur Material- und Ressourceneinsparung, zur Verminderung oder Vermeidung von Umweltverschmutzungen finanziert werden können.

Das historisch sehr günstige Zinsniveau gibt uns die Möglichkeit, die Zinskonditionen unserer Programme noch attraktiver zu gestalten. Die Finanzierung auch langfristiger Investitionen in Energieeffizienz und Umweltschutz ist derzeit so preiswert wie noch nie. Privatpersonen, Unternehmen und Kommunen sollten diese Chance jetzt nutzen, um sich auf die Herausforderungen durch Energiewende und Klimawandel vorzubereiten“, sagt Dr. Axel Nawrath, Mitglied des Vorstands der KfW.

„In den Kommunen liegt ein erhebliches Energieeinsparpotenzial. Die guten Konditionen der kommunalen Programme – insbesondere das Programm zur energetischen Stadtsanierung – geben einen zusätzlichen Impuls zu deren Erschließung,“ sagte Bundesbauminister Dr. Peter Ramsauer.

In die Zinssenkung sind der Großteil der wohnwirtschaftlichen Kreditprogramme sowie die Programme zur Gründungs-, Umwelt- und allgemeinen Unternehmensfinanzierung einbezogen. Zinssenkungen gibt es zudem in den Programmen zur Energetischen Stadtsanierung und Energieeffizient Sanieren Kommunen. Mit Zinssätzen ab 0,10% erleichtert die KfW den Kommunen die Finanzierung von Maßnahmen zur energetischen Sanierung von kommunalen Nicht-Wohngebäuden. Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz auf Quartiersebene werden mit Zinssätzen ab 0,50% finanziert.

KfW-Kredite bei Bauherren weiter gefragt

Geld sparenZinsgünstige Kredite und Investitionszuschüsse für die energetische Modernisierung und den energieeffizienten Neubau von Wohngebäuden werden von Bauherren weiterhin stark nachgefragt. Dies zeigt die Bilanz der KfW Bankengruppe für die ersten zwei Kalendermonate 2012. KfW-Kredite bei Bauherren weiter gefragt

In den ersten zwei Monaten 2012 hat die KfW Bankengruppe in den Programmen Energieeffizient Bauen und Sanieren bereits 1,7 Mrd. Euro an Förderkrediten zugesagt, ein Plus von 87 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders deutlich ist der Anstieg im Programm Energieeffizient Sanieren, in dem sich das Zusagevolumen auf 845 Mio. Euro mehr als vervierfacht hat. Mit knapp 77 Prozent haben die privaten Eigentümer den größten Anteil am Wohngebäudebestand. Rund 70 Prozent der von der KfW geförderten Wohneinheiten entfallen auf diese Zielgruppe. Die im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung konzipierten Förderprogramme zum energieeffizienten Bauen und Sanieren sind ein zentraler Baustein für das Gelingen der Energiewende und werden mit Mitteln aus dem Energie- und Klimafonds des Bundes vergünstigt.

Rund 40 Prozent des deutschen Endenergieverbrauchs und etwa ein Drittel der CO2-Emissionen entfallen auf den Gebäudebereich. „Die staatliche Förderung motiviert private Selbstnutzer und Vermieter energiesparend zu sanieren und hilft, die Energiewende gerade für diese Zielgruppe finanzierbar zu machen“, sagt Peter Ramsauer, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Private Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Eigentumswohnungen können entscheiden, ob sie die energetische Modernisierung lieber mit einem zinsgünstigen Förderkredit der KfW finanzieren oder einen Investitionszuschuss nutzen, der nicht zurückgezahlt werden muss. Viele Ältere werden erreicht „Die Förderzahlen zeigen, dass wir gerade mit dem Zuschuss auch ältere Hauseigentümer erreichen, die oftmals keinen Kredit mehr in Anspruch nehmen wollen. Junge Antragsteller nutzen eher unsere Förderkredite“, sagt Axel Nawrath, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe. „Damit können breite Bevölkerungsschichten ihren Beitrag für die Energiewende erbringen.“ Im Jahr 2011 hatten die über 60-jährigen einen Anteil von 25 Prozent an den Investitionszuschüssen und 14 Prozent an den Kreditzusagen für private Antragsteller. Der Anteil junger Antragsteller bis 40 Jahre an den Kreditzusagen betrug rund ein Drittel und 19 Prozent an den Investitionszuschüssen. Um die Anreize zur Umsetzung energetischer Sanierungen weiter zu steigern, hatte die KfW die Investitionszuschüsse zum 01.01.2012 um 2,5 Prozentpunkte erhöht. Damit können private Bauherren jetzt Investitionszuschüsse von bis zu 15.000 Euro beantragen.

Förderkredite zur energetischen Modernisierung sind bei der KfW derzeit zum effektiven Jahreszins von 1,00 Prozent bis 1,51 Prozent je nach Darlehenslaufzeit erhältlich. Bei Erreichen eines besonders hohen Energiestandards wird außerdem ein Tilgungszuschuss von bis zu 9.375 Euro je Wohneinheit gewährt.