KfW unterstützt Ausbau der Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz in Afrika

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KfW

Der Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank hat mit der Eastern and Southern African Trade and Development Bank (PTA-Bank) einen Förderkredit über 60 Mio. USD unterzeichnet. Die Bank wird diesen Förderkredit Unternehmen in den COMESA-Staaten (Common Market for Eastern and Southern Africa) zur Finanzierung von klimafreundlichen Investitionen im Bereich Erneuerbare Energien und Energieeffizienz zur Verfügung stellen.
„Die KfW legt mit diesem Förderkredit an die PTA-Bank die Basis für eine nachhaltige, auf erneuerbaren Energien basierende Entwicklung der Wirtschaft in den ost- und südafrikanischen Ländern. Sie leistet damit gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der jeweiligen lokalen Finanzsektoren“, sagte Dr. Norbert Kloppenburg, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe.

In der letzten Dekade hat der afrikanische Kontinent trotz globaler Wirtschaftskrise und Revolutionen in nordafrikanischen Ländern die längste und stärkste Wachstumsperiode seit den 1960er Jahren erlebt. Dieser positive Trend, der sich im besonderen Maße in den ost- und südafrikanischen Ländern zeigt, wird sich nach Einschätzung von Experten auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Voraussetzung dafür ist, dass bestehenden Infrastrukturdefizite u.a. im Bereich Energie beseitigt werden. Zu den COMESA-Staaten zählen derzeit 19 afrikanische Länder, darunter u.a. Kenia, Tansania und Uganda.
Die PTA Bank wurde 1985 durch die COMESA-Mitgliedsstaaten gegründet. Aufgabe der Bank ist die Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung sowie der Handelsbeziehungen unter den Mitgliedstaaten. Dies umfasst neben mittel- bis langfristigen Projektfinanzierungen in den Sektoren Energie, Transport und Telekommunikation auch die Finanzierung von länderübergreifenden Handelsaktivitäten.

KfW: Innovationen – Erholung nach der 2008/09-Krise in Sicht?

Energieeffizienz– Positive Konjunkturerwartungen lassen auf Anspringen der Innovationsaktivitäten hoffen
– Anteil der mittelständischen Innovatoren seit 2006 stark gesunken
– Entwicklung von Marktneuheiten seit 2002 rückläufig

Die positiven Konjunkturaussichten geben Anlass zur Hoffnung, dass die in den letzten fünf Jahren eingebrochene Innovationstätigkeit im Mittelstand wieder an Fahrt gewinnt. Kommt die für die nächsten Monate erwartete konjunkturelle Trendwende, dürfte vor allem der Anteil imitierender Produktinnovatoren – Unternehmen, die ihr Angebot mit bereits auf dem Markt bekannten Produkten bzw. Dienstleistungen erneuern oder erweitern – zunehmen. Dies ist ein Ergebnis einer aktuellen Untersuchung der KfW-Bankengruppe auf der Datenbasis des KfW-Mittelstandspanels für die Jahre 2002 bis 2011.

Der Grund: eine steigende Nachfrage ist der wichtigste Faktor für den Markterfolg einer imitierenden Innovation. Darüber benötigen imitierende Produktinnovationen die kürzesten Entwicklungszeiten und können entsprechend als erstes bei anziehender Konjunktur platziert werden. Marktneuheiten erscheinen dagegen in der Regel unabhängig von der konjunkturellen Situation. Aufgrund oftmals hoher Innovationsanstrengungen und langer Entwicklungsphasen spielen hier längerfristige Marktentwicklungen und technologische Möglichkeiten eine wichtigere Rolle.

Entsprechend hat sich die zurückliegende Finanz- und Wirtschaftskrise vor allem negativ auf die Markteinführung von imitierenden Produktinnovationen ausgewirkt. Der Anteil der Mittelständler, der entsprechende Innovationen in den zurückliegenden drei Jahren eingeführt hat, brach zwischen 2006 und 2009 von 31 auf 18 % ein (-42 %). Die Innovatorenquote insgesamt, d. h. der Anteil der Unternehmen mit neuen Produkten oder Prozessen, ist von ihrem Höchststand 2006 von 43 % um rund ein Drittel auf 29 % (2009) gesunken. Nach einer kurzen Erholung nach Abklingen der 2008/09-Krise liegt die Quote aktuell nahezu unverändert bei 30 %.

Der Anteil der „echten“ Innovatoren, d. h. derjenigen Unternehmen, die Produkte auf den Markt bringen, die noch von keinem Wettbewerber angeboten werden, hat sich von 8 % (2002) auf 5 % (2011) beinahe halbiert. Insbesondere Unternehmer aus dem Bereich der wissensintensiven Dienstleistungen haben nach eigenen Angaben aufgrund des zunehmenden Kostendrucks ihre FuE-Aktivitäten in den vergangenen zehn Jahren stark eingeschränkt.

Kleine und mittlere Unternehmen sind ein wichtiger Bestandteil des deutschen Innovationssystems. Sie erbringen derzeit gut ein Viertel der Innovationsaufwendungen des Unternehmenssektors. Anlass zur Sorge geben daher der nahezu kontinuierliche Rückgang bei der Entwicklung von Marktneuheiten und die zunehmende Konzentration der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit auf das verarbeitende Gewerbe. Dies führt möglicherweise zum Verlust von wichtigem technologischen Know-how und gefährdet mittelfristig die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland.

„Innovationen sichern das Wachstum von morgen. Sie sind Ausdruck von Flexibilität und Kundennähe, erhalten so die internationale Wettbewerbsfähigkeit und sichern Arbeitsplätze“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. „Infolge der besseren Stimmung bei den Unternehmen rechnen wir im laufenden Jahr auch wieder mit mehr Innovationen. Die KfW steht als Finanzierungspartner bereit, um auch den Innovationsaufschwung zu schaffen.“

Kleine und mittlere Unternehmen beklagen Finanzierungsprobleme, Bürokratie und Fachkräftemangel besonders häufig als Innovationshemmnisse. „An diesen Punkten können wirtschaftspolitische Maßnahmen ansetzen“, so Zeuner. „Es gilt finanzielle Anreize für Innovationen aufrechtzuerhalten, bestehende rechtliche Regelungen und Verwaltungsprozeduren zu hinterfragen und Maßnahmen zur Qualifizierung und Weiterbildung zu ergreifen. Denn: Die spezifischen Innovationshemmnisse treffen gerade jene Mittelständler am stärksten, von denen die größten innovativen Impulse ausgehen.“

Die vollständige Studie steht unter: www.kfw.de/fokus zum Download bereit.

Energieeffizienzdarlehen mit günstiger Zinssicherheit

Geld sparen Hauskauf-BerlinMit dem Dr. Klein-Energieeffizienzdarlehen erhalte die Wohnungswirtschaft ein Produkt, das energetische Investitionen bei überwiegend wohnwirtschaftlich genutzten Immobilien preiswerter machen soll. Die Kombination von KfW-Darlehen und Bausparvertrag gewährleiste einen festen Zinssatz für 20 Jahre, vermeldet der Finanzdienstleister. Bisher endete der über KfW-Programme geförderte Investitionsteil nach zehn Jahren – mit einem wenig kalkulierbaren Zinsänderungsrisiko im Anschluss.

 

Energieeffizienz ist ein Topthema der Immobilienbranche. Das aktuell niedrige Zinsniveau und die hohe KfW-Förderung motivieren die Branche, Wohnungsbestände energetisch zu sanieren oder energieeffizient neu zu bauen. Hier soll der Dr. Klein-Energieeffizienzdarlehen eingreifen. Im Gegensatz zu gängigen KfW-Finanzierungen, bei denen nach zehn Jahren die geförderte Zinsbindung endet, gewährleiste das Dr. Klein-Energieeffizienzdarlehen eine Zinssicherheit von 20 Jahren.

„Wir verwenden die von der KfW angebotene Variante 8/8/8 in Bezug auf Laufzeit/Zinsbindung/tilgungsfreie Zeit“, sagt Hans Peter Trampe, Vorstand der Dr. Klein. „Hier verzichtet die KfW auf eine Tilgung des Darlehens. Die dabei ersparte Tilgung des Darlehens wird während der achtjährigen Laufzeit zur Ansparung eines Bausparvertrags genutzt. Der Bausparvertrag löst das KfW-Darlehen nach acht Jahren ab und läuft dann noch weitere 12 Jahre.“

So werde während der gesamten Laufzeit der jeweilige Darlehenszinssatz garantiert und das Zinsänderungsrisiko vorzeitig ausgeschlossen. Bei der herkömmlichen KfW-Finanzierung sei es illusorisch, dass nach dem Auslaufen des zehnjährigen Darlehens ein langfristiges Kapitalmarktdarlehen mit einem Zinssatz von einem Prozent p.a. abgeschlossen werden kann. „Die durchschnittliche Verzinsung des für 20 Jahre zinssicheren Dr. Klein-Energieeffizienzdarlehens beträgt für Neubaumaßnahmen zurzeit 2,00 Prozent p.a., für energetische Sanierungen 1,79 Prozent p.a.“, sagt Trampe. „Damit liegt sie deutlich unter dem von Banken aktuell angebotenen Zinssätzen für eine 20-jährige Kapitalmarktfinanzierung.“

Aufgrund der KfW-Förderbedingungen liegt der maximale Darlehensbetrag bei 50.000 Euro pro Wohneinheit. Eine Finanzierungslücke kann durch ein Kapitalmarktdarlehen mit mindestens 20-jähriger Zinsbindung und frei zu wählender Tilgung geschlossen werden. „KfW-Darlehen, die bereits beantragt, aber noch nicht ausgezahlt wurden, können ebenfalls in ein Dr. Klein-Energieeffizienzdarlehen eingebunden werden“, sagt   Trampe.

KfW vergibt zinsgünstige Darlehen für altersgerechtes Wohnen

EnergieeffizienzWer für das Alter vorsorgen und die eigenen vier Wände altersgerecht umbauen will, kann bei der stattlichen Förderbank KfW zinsgünstige Darlehen beantragen. Die neuen Förderprogamme kommen auch bei Einzelmaßnahmen zum Tragen, wenn diese Barrieren beseitigen.

Wer seine eigenen vier Wände altersgerecht umbauen will, kann bei der staatlichen Förderbank KfW zinsgünstige Darlehen beantragen. Das entsprechende KfW-Programm, das Förderkredite mit Zinsen ab einem Prozent bietet, wurde unlängst erweitert und vereinfacht, wie das Internetportal bauen.de mitteilte. Neu ist demnach, dass bisher verbindliche Maßnahmenkombinationen wegfallen, so dass jetzt jede Einzelmaßnahme gefördert werden kann, wenn sie Barrieren beseitigt.

Außerdem sei der Katalog der förderfähigen Umbaumaßnahmen erweitert worden. So werde jetzt zum Beispiel auch der Anbau eines schwellenlos zugänglichen Balkons gefördert. Förderfähig ist aber auch der komplette Umbau zum altersgerechten Haus . Die Förderhöchstsumme beläuft sich den Angaben zufolge auf 50.000 Euro pro Wohneinheit. Eine Kombination mit anderen Förderprogrammen wie das energieeffiziente Sanieren sei möglich.

Kampf den Stromfressern – Energieeinsparung wird gefördert

EnergieeffizienzSchon seit einiger Zeit ist die Verwendung erneuerbarer Energien im Gespräch. Doch nicht nur der Schutz des Erdklimas ist der Grund für das Umsteigen auf natürliche Ressourcen. Auch die steigenden Energiekosten sorgen in Unternehmen für eine Abkehr von beispielsweise nuklearen Energieträgern. Daneben fördert etwa die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit Krediten die Erarbeitung und Durchführung von Energiesparmaßnahmen der Freiberufler und privatwirtschaftlichen Unternehmen.

Energieeffizienz im Unternehmen

Gerade weil die Energiekosten derzeit besonders hoch sind und wohl auch weiterhin noch steigen werden, sollte sich jedes Unternehmen Gedanken machen, wo Energie eingespart werden kann. Schließlich wird durch unnötige Energiekosten der Gewinn des Unternehmens unmittelbar verringert. Bereits das Abschalten von Maschinen oder anderen Geräten wie etwa einem Drucker während der Betriebspausen oder über Nacht können zu Energieeinsparungen führen.

Bei der Aufdeckung der „Energiefresser“, aber auch bei größeren Energiesparmaßnahmen wie etwa der Vollisolierung des Gebäudes oder der Installation einer Photovoltaikanlage kann man vor allem als Freiberufler oder als kleines bzw. mittleres Unternehmen (KMU) mit Standort in Deutschland von der KfW gefördert werden. Und das lohnt sich: Denn nach wenigen Jahren haben sich die Investitionen meistens wieder amortisiert.

Förderung durch die KfW

Die KfW fördert im Rahmen eines Energieeffizienzprogramms Investitionen zur Einsparung von Energie mithilfe von Investitionskrediten und Zuschüssen zur Beratung. Nicht gefördert werden aber etwa Nachfinanzierungen bereits begonnener Vorhaben oder Unternehmen in Schwierigkeiten.

Investitionskredit

Der Antrag auf Förderung muss bei der Hausbank gestellt werden, bevor in das Vorhaben investiert wird. Mit dem Kredit können dann unter anderem allgemeine Umweltschutzmaßnahmen wie zur Verminderung oder Vermeidung von Luft- oder Wasserverschmutzungen getroffen werden. Ein KMU erhält den Kredit auch für Maßnahmen wie energieeffizientes Sanieren bzw. Bauen oder Wärmerückgewinnung. Voraussetzung bei Neuinvestitionen ist allerdings, dass sie zu Energieeinsparungen von mindestens 15 Prozent gegenüber dem Branchendurchschnitt führen müssen. Außerdem sollte beachtet werden, dass kein Rechtsanspruch auf Förderung besteht.

Zuschuss zur Energieeffizienzberatung – „Energieberatung Mittelstand“

Im Rahmen der sog. Initialberatung analysiert ein Energieberater den Energieverbrauch eines Unternehmens und deckt die Stromfresser auf. In seinem Abschlussbericht beschreibt er unter anderem die gefundenen Probleme, damit in der sog. Detailberatung ein Konzept erarbeitet wird, mit dem die Schwachstellen beseitigt und Energie gespart werden können. Die vom Energieberater empfohlenen Maßnahmen können dann wiederum mithilfe des Investitionskredits durchgeführt werden. Zu beachten ist jedoch, dass bei der Initialberatung nur 80 Prozent oder maximal 1 280 Euro und bei der Detailberatung nur 60 Prozent bzw. höchstens 4 800 Euro des Beraterhonorars bezuschusst werden. Außerdem darf ein Unternehmen die Energieeffizienzberatung nur einmal verlangen. Im Übrigen gilt auch hier, dass der Beratervertrag erst abgeschlossen werden darf, wenn die KfW ihre Zusage zur Förderung erteilt hat.

Wichtige Einzelfälle

1. Die Vertragsfreiheit gilt auch bei dem Beratungsvertrag. Die Parteien können daher frei vereinbaren, wie hoch das Beraterhonorar ausfallen soll. Übersteigt das Honorar jedoch den Zuschuss der KfW, muss dieser Differenzbetrag vom Unternehmen selbst bezahlt werden.

2. Grundsätzlich muss vor der Detailberatung erst die Initialberatung durchgeführt werden. Schließlich baut die Detailberatung auf der Initialberatung auf. Ist nach einem Gespräch mit dem Regionalpartner – z. B. der zuständigen Industrie- und Handelskammer – klar, dass die Detailberatung sinnvoll ist, kann auf den ersten Schritt der Energieeffizienzberatung jedoch auch verzichtet werden. Zu beachten ist aber, dass ein Unternehmen mit mehreren Standorten den Zuschuss nur für einen Standort in Anspruch nehmen kann.

3. Die Beratung zu dem Neubau einer Gewerbeimmobilie wird nicht gefördert. Kosten für Planung und Baubegleitung können aber unter Umständen im Rahmen des Energieeffizienzprogramms mit einem Investitionskredit finanziert werden.

4. Wer selbst Strom erzeugen will, kann nicht auf eine Förderung der KfW hoffen. Schließlich soll mit der Energieeffizienzberatung vor allem eine dauerhafte Senkung der Energiekosten erreicht werden, nicht jedoch der Neubau diverser Stromerzeugungsanlagen.

KfW senkt erneut die Zinsen

KfWDie KfW nutzt die anhaltend günstige Entwicklung am Kapitalmarkt, um die Zinsen in zahlreichen Kreditprogrammen zu senken. Dabei weitet die KfW auch den vor einigen Wochen in einer Reihe von Kreditprogrammen für Privatpersonen und Unternehmen eingeführten „Signalzins“ von 1% auf weitere Programmvarianten aus. Immobilienbesitzer, die ihr Haus energetisch sanieren möchten, können ihr Vorhaben nun in allen Kreditlaufzeiten des Programms „Energieeffizienz Sanieren“ mit einer Zinsbindungsfrist von bis zu 10 Jahren zu einem Effektivzins von 1% p.a. finanzieren. Für kleine und mittlere Unternehmen, die den Energieverbrauch ihres Betriebs senken bzw. ungenutzte Energiesparpotenziale heben wollen, bietet das KfW-Energieeffizienzprogramm nun auch bei einer zehnjährigen Kreditlaufzeit einen Zinssatz ab 1%. Dies gilt auch für Finanzierungen aus dem KfW-Umweltprogramm, in dem z.B. Maßnahmen zur Material- und Ressourceneinsparung, zur Verminderung oder Vermeidung von Umweltverschmutzungen finanziert werden können.

Das historisch sehr günstige Zinsniveau gibt uns die Möglichkeit, die Zinskonditionen unserer Programme noch attraktiver zu gestalten. Die Finanzierung auch langfristiger Investitionen in Energieeffizienz und Umweltschutz ist derzeit so preiswert wie noch nie. Privatpersonen, Unternehmen und Kommunen sollten diese Chance jetzt nutzen, um sich auf die Herausforderungen durch Energiewende und Klimawandel vorzubereiten“, sagt Dr. Axel Nawrath, Mitglied des Vorstands der KfW.

„In den Kommunen liegt ein erhebliches Energieeinsparpotenzial. Die guten Konditionen der kommunalen Programme – insbesondere das Programm zur energetischen Stadtsanierung – geben einen zusätzlichen Impuls zu deren Erschließung,“ sagte Bundesbauminister Dr. Peter Ramsauer.

In die Zinssenkung sind der Großteil der wohnwirtschaftlichen Kreditprogramme sowie die Programme zur Gründungs-, Umwelt- und allgemeinen Unternehmensfinanzierung einbezogen. Zinssenkungen gibt es zudem in den Programmen zur Energetischen Stadtsanierung und Energieeffizient Sanieren Kommunen. Mit Zinssätzen ab 0,10% erleichtert die KfW den Kommunen die Finanzierung von Maßnahmen zur energetischen Sanierung von kommunalen Nicht-Wohngebäuden. Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz auf Quartiersebene werden mit Zinssätzen ab 0,50% finanziert.

KfW-Kredite bei Bauherren weiter gefragt

Geld sparenZinsgünstige Kredite und Investitionszuschüsse für die energetische Modernisierung und den energieeffizienten Neubau von Wohngebäuden werden von Bauherren weiterhin stark nachgefragt. Dies zeigt die Bilanz der KfW Bankengruppe für die ersten zwei Kalendermonate 2012. KfW-Kredite bei Bauherren weiter gefragt

In den ersten zwei Monaten 2012 hat die KfW Bankengruppe in den Programmen Energieeffizient Bauen und Sanieren bereits 1,7 Mrd. Euro an Förderkrediten zugesagt, ein Plus von 87 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders deutlich ist der Anstieg im Programm Energieeffizient Sanieren, in dem sich das Zusagevolumen auf 845 Mio. Euro mehr als vervierfacht hat. Mit knapp 77 Prozent haben die privaten Eigentümer den größten Anteil am Wohngebäudebestand. Rund 70 Prozent der von der KfW geförderten Wohneinheiten entfallen auf diese Zielgruppe. Die im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung konzipierten Förderprogramme zum energieeffizienten Bauen und Sanieren sind ein zentraler Baustein für das Gelingen der Energiewende und werden mit Mitteln aus dem Energie- und Klimafonds des Bundes vergünstigt.

Rund 40 Prozent des deutschen Endenergieverbrauchs und etwa ein Drittel der CO2-Emissionen entfallen auf den Gebäudebereich. „Die staatliche Förderung motiviert private Selbstnutzer und Vermieter energiesparend zu sanieren und hilft, die Energiewende gerade für diese Zielgruppe finanzierbar zu machen“, sagt Peter Ramsauer, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Private Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Eigentumswohnungen können entscheiden, ob sie die energetische Modernisierung lieber mit einem zinsgünstigen Förderkredit der KfW finanzieren oder einen Investitionszuschuss nutzen, der nicht zurückgezahlt werden muss. Viele Ältere werden erreicht „Die Förderzahlen zeigen, dass wir gerade mit dem Zuschuss auch ältere Hauseigentümer erreichen, die oftmals keinen Kredit mehr in Anspruch nehmen wollen. Junge Antragsteller nutzen eher unsere Förderkredite“, sagt Axel Nawrath, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe. „Damit können breite Bevölkerungsschichten ihren Beitrag für die Energiewende erbringen.“ Im Jahr 2011 hatten die über 60-jährigen einen Anteil von 25 Prozent an den Investitionszuschüssen und 14 Prozent an den Kreditzusagen für private Antragsteller. Der Anteil junger Antragsteller bis 40 Jahre an den Kreditzusagen betrug rund ein Drittel und 19 Prozent an den Investitionszuschüssen. Um die Anreize zur Umsetzung energetischer Sanierungen weiter zu steigern, hatte die KfW die Investitionszuschüsse zum 01.01.2012 um 2,5 Prozentpunkte erhöht. Damit können private Bauherren jetzt Investitionszuschüsse von bis zu 15.000 Euro beantragen.

Förderkredite zur energetischen Modernisierung sind bei der KfW derzeit zum effektiven Jahreszins von 1,00 Prozent bis 1,51 Prozent je nach Darlehenslaufzeit erhältlich. Bei Erreichen eines besonders hohen Energiestandards wird außerdem ein Tilgungszuschuss von bis zu 9.375 Euro je Wohneinheit gewährt.

Energiesparendes Bauen jetzt günstig wie nie

 

Geld sparen Hauskauf-BerlinWer baut, kann nicht nur längerfristig Geld sparen. Passivhäuser reduzieren Heizkosten und sind in der Anschaffung mittlerweile preisgünstig zu haben. Selbst ohne staatliche Förderungen machen Häuslebauer ein gutes Plus.

 Aus der Sicht des Bauexperten Ludwig Rongen hat sich das Passivhaus zu einer weltweit anerkannten Marke entwickelt. Egal ob als Ein- oder Mehrfamilienhaus, Klinik oder Altenheim – der Standard sei überall umsetzbar, sagt der Professor an der Fachhochschule Erfurt: «Es gibt keine Grenzen mehr – weder in der Größe noch in der Funktion.»

Rongen geht davon aus, dass angesichts steigender Energiepreise in den kommenden Jahren Passivhäuser im Aufwind sein werden. Die Mehrkosten seien zudem im Vergleich zu einem herkömmlichen Neubau stark geschrumpft. Je nach Ausstattung sind nur noch mit fünf bis zehn Prozent höheren Baukosten zu rechnen. Denn viele Bauteile – wie die dreifach verglasten Fenster – würden mittlerweile in Serie hergestellt. «Kosteten diese Fenster anfangs noch das Zweieinhalbfache eines herkömmlichen Fensters, sind es heute nur noch etwa 10 bis 20 Prozent mehr», sagt Rongen. Die stärkere Dämmung erfordere zwar mehr Material, aber keinen zusätzlichen Arbeitsgang.

Heizkosten sind niedrig

Pro Jahr dürfen bei einem Passivhaus höchstens 1,5 Liter Öl beziehungsweise 15 Kilowattstunden je Quadratmeter zum Heizen verbraucht werden. Für den niedrigen Verbrauch sorgen eine besonders starke Dämmung von Wänden und Fenstern sowie die Rückgewinnung der von Bewohnern und Elektrogeräten abgegebenen Wärme im Belüftungssystem. Zudem kommen die Häuser ohne klassische Heizung oder Klimaanlage aus. Im Sommer sorgen etwa Jalousien und Markisen dafür, dass sich ein solches Gebäude nicht zu stark erhitzt. Damit können im Vergleich zu einem herkömmlichen Neubau mehr als 75 Prozent an Energie eingespart werden.

Wer energieeffizient baut, wird vom Staat gefördert und zwar über die Bankengruppe der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). «Ein Neubau, der den Anforderungen der Energieeinsparverordnung entspricht, erfüllt den gesetzlichen Mindeststandard. Gefördert wird, wer besser ist», erklärt KfW-Bereichsleiter Werner Genter. Beispiel: Ein KfW-Energieeffizienzhaus 70 benötigt nur 70 Prozent des Bedarfs an Jahresprimärenergie des gesetzlichen Mindeststandards für Neubauten, der ein KfW-Effizienzhaus 100 wäre.

Rongen zufolge gibt es in Deutschland und Österreich inzwischen mehr als 25.000 Passivhäuser. Der Anteil sei gemessen an der Gesamtzahl der Neubauten aber noch ausbaufähig. Das erste Passivhaus in Deutschland wurde 1991 errichtet. Gemessen an der Gesamtzahl der Neubauten sei der Anteil jedoch noch ausbaufähig. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes entfielen von den im Jahr 2010 mehr als 94.000 erteilten Baugenehmigungen für Wohngebäude nur knapp 500 auf Passivhäuser. Der Großteil waren Eigenheime. Bei Nichtwohngebäuden waren es von knapp 13.000 Baugenehmigungen nur 24 nach Passivhaus- Standard. Dieser Gebäudetyp wurde nach Angaben der Statistiker 2010 erstmals separat erhoben, Zahlen für 2011 liegen noch nicht vor.

Das unterstützt die KfW

Seit Jahresbeginn hat die KfW-Bank ihre Förderkonditionen angepasst und – aus Sicht von Altbaubesitzern – auch deutlich verbessert.

Energieberater

Erst eine entsprechende Beurteilung von einem Sachverständigen, im Alltagsgebrauch meist Energieberater genannt, macht eine Finanzierung des Sanierungsvorhabens mit KfW-Förderung möglich – sowohl bei Komplettsanierungen als auch bei Einzelmaßnahmen. Die Fachplanung und Begleitung durch einen Bauherrenberater wird in Höhe von 50 Prozent der Kosten unterstützt. Der Förderhöchstbetrag erhöht sich hier ab sofort von 2000 auf 4000 Euro.

Fördermöglichkeiten

Option 1: Die KfW bietet für Einzelmaßnahmen Kredit über maximal 50 000 Euro mit einem effektiven Jahreszins von einem Prozent an. Der Zinssatz ist für zehn Jahre garantiert. Effizienzhaus-Maßnahmen finanziert die staatliche Förderung bis zu 75 000 Euro. Hier gibt es einen Tilgungsbonus obendrauf: KfW-Effizienzhaus 115 wird mit 2,5 Prozent bezuschusst, KfW-100 mit 5,0 Prozent, KfW-85 mit 7,5 Prozent, KfW-70 mit 10,0 Prozent und den Standard KfW-55 mit 21,5 Prozent, also maximal 9375 Euro.

Option 2: Haus- und Wohnungseigentümer sowie Wohneigentümergemeinschaften können seit Januar alternativ zum Kredit auch einen Zuschuss beantragen. Für Einzelmaßnahmen gibt es 7,5 Prozent vom Staat, also maximal 3750, für Effizienzhausmaßnahmen zwischen zehn (Standard KfW-115) und 20 (KfW-55) Prozent, maximal also 15 000 Euro.

Melanie Hofmann