Gedämpfter Preisanstieg

HeizungDeutsche Bank Research: Prognose für Wohnimmobilien-PreiseDie Wohnimmobilienpreise sind nach einer Analyse der Deutsche Bank Research im vergangenen Jahr im Schnitt um sechs Prozent gestiegen. Eigentumswohnungen verteuerten sich demnach um mehr als sieben Prozent, Eigenheime und Reihenhäuser um knapp fünf Prozent. In diesem Jahr werde sich der Preisanstieg laut Prognose ein wenig verlangsamen.

Bei zwölf von 125 Städten in Deutschland kletterten laut Deutsche Bank Research die Wohnimmobilienpreise im vergangenen Jahr sogar um zehn Prozent nach oben. 2012 war dies lediglich bei sieben Städten der Fall, 2011 bei einer. Bei den Mietpreisen habe sich 2013 der Anstieg etwas verlangsamt. Sie hätten im vergangenen Jahr deutschlandweit im Schnitt zwischen 1,2 und drei Prozent zugelegt. 2012 waren es noch 4,8 Prozent. Die Mietrenditen seien bei Neubauwohnungen leicht von vier auf 3,9 Prozent gefallen, bei Bestandswohnungen von 5,1 auf 4,9 Prozent und bei Mehrfamilienhäusern von 7,3 auf sieben Prozent. In diesem Jahr werde der Preisanstieg auf dem Wohnimmobilienmarkt deutlich über der erwarteten Inflationsrate von 1,5 Prozent liegen, so die Einschätzung der Analysten der Deutschen Bank. Die Nachfrage in den A-Städten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart bleibe hoch, sodass insbesondere die Preise von Eigentumswohnungen steigen würden.

Für Einfamilienhäuser sagt die Analyse für dieses Jahr deutschlandweit einen Zuwachs von drei Prozent voraus, in den Metropolen vier Prozent. Bei neuen Eigentumswohnungen sei mit einem ein Plus von fünf Prozent zu rechnen, in den Metropolen mit einem Plus von 7,5 Prozent. Bei den Bestandswohnungen wird es laut Deutsche Bank Research deutschlandweit eine Preissteigerung um vier Prozent geben, in den A-Städten um sechs Prozent.

In Berlin will die Branche hoch hinaus

Investment

Niedrige Zinsen

Der Immobilienmarkt der Hauptstadt sorgt an der Isar für Furore– doch die Euphorie ist nicht grenzenlos.

Ephraim Gothe wirkt zufrieden. „Wir haben eine tolle Messe erlebt“, sagt der Staatssekretär der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung auf dem Podium des Gemeinschaftsstands von Berlin-Brandenburg auf dem Münchner Messegelände. „Und selten haben wir so viele gute Gespräche geführt.“ Gothe ist nicht allein mit seiner Einschätzung: Berlin, so hört man immer wieder im Messegetümmel, ist gefragt bei Investoren aus dem In- und Ausland.

Expo Real heißt die am Mittwoch zu Ende gegangene Messe, die jedes Jahr im Oktober die internationale Fachwelt an die Isar führt. Sie ist keine Messe für private Wohnungs- oder Hauskäufer, sondern eine Plattform für die Großen der Immobilienbranche: Investoren und Projektentwickler, Banken und Fondsgesellschaften, international tätige Architekturbüros und Berater jeder Art.
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Ums Kontakteknüpfen geht es, aber auch um Geschäftsabschlüsse in großem Stil. Knapp 1700 Aussteller aus 33 Ländern, 36 000 Teilnehmer, überfüllte Hallen, lange Schlangen vor dem Taxistand und Zwei- Sterne-Hotels, die für eine Nacht im Einzelzimmer 250 Euro verlangen – das prägt die drei Tage im Oktober.

Dabei trifft man nicht nur Vertreter der Immobilienwirtschaft, sondern auch jede Menge Politiker – am Berlinstand etwa Stadtentwicklungssenator Michael Müller und Senatsbaudirektorin Regula Lüscher sowie aus Potsdam Oberbürgermeister Jann Jakobs und den Baubeigeordneten Matthias Klipp. Dieser berichtete, es gebe ein großes Interesse von Investoren an Grundstücken in der historischen Mitte Potsdams und in der Speicherstadt.

Auch ansonsten war der Wohnungsmarkt der Hauptstadtregion ein beherrschendes Thema auf der Messe. Dieser sei „hoch attraktiv“, sagte beispielsweise Christoph Husmann, Vorsitzender der Geschäftsführung von Hochtief Projektentwicklung. Wie optimistisch der Markt ist, zeigt das Wohnungsmarktbarometer 2013, das die Investitionsbank Berlin (IBB) vorlegte. Demnach rechnen die meisten befragten Experten damit, dass das Wohnungsangebot in der Stadt sich weiter verknappen und die Wohnkosten steigen werden – für die Berliner Mieter eine schlechte, für Investoren aber eine gute Nachricht.

Entsprechend bleiben Wohnungen in der Hauptstadt bei Kapitalanlegern heiß begehrt. Nach Berechnungen des Maklerunternehmens CBRE entfiel in den ersten neun Monaten dieses Jahres ein Viertel des deutschen Verkaufsvolumens von Paketen mit mindestens 50 Wohnungen auf Berlin. Und weitere Transaktionen wurden zur Expo Real vermeldet: Ein ausländisches Family Office (also die Vermögensverwaltung einer reichen Familie) kaufte für rund 160 Millionen Euro 2000 Berliner Wohnungen, während sich eine Fondsgesellschaft für rund 140 Millionen Euro ein Portfolio aus 1800 Wohnungen sicherte, von denen sich rund zwei Drittel in Berlin befinden.

Geld fließt aber auch in gewerblich genutzte Immobilien. Gerade wurde der Treptowers-Büroturm an der Spree an eine Investmentgesellschaft verkauft. Insgesamt erwarben Investoren laut CBRE in den ersten neun Monaten dieses Jahres für 2,3 Milliarden Euro gewerblich genutzte Gebäude in Berlin. Als Bürostandort entwickelten sich das Mediaspree-Gebiet und die Gegend um den Hauptbahnhof besonders gut, sagte Fabian Klein, der bei CBRE das deutsche Investmentgeschäft leitet. Und am Potsdamer Platz nimmt die Fondsgesellschaft SEB Asset Management Geld in die Hand, um das bisher von Daimler Financial Services genutzte Hochhaus von Stararchitekt Renzo Piano umbauen zu lassen (der Tagesspiegel berichtete am 8. Oktober). „In den Turmgeschossen wollen wir eine neue Spitzenmiete für Berlin erzielen“, so Barbara Knoflach, die Chefin von SEB Asset Management. 26 Euro pro Quadratmeter und Monat nannte sie als Zielmarke – bisher zahlen selbst in besten Berliner Lagen Büromieter kaum mehr als 22,50 Euro.

Also alles bestens für Immobilienunternehmen? Wer auf der Expo Real genauer hinhörte, merkte, dass die Euphorie nicht grenzenlos ist. Selbst die so begehrten Eigentumswohnungen würden sich nicht mehr so schnell verkaufen wie noch vor einigen Monaten, war zu hören. Und laut Klaus Niewöhner-Pape vom bundesweit tätigen Wohnungsunternehmen Industria wird ein Anstieg der Zinsen „nicht ohne Auswirkungen bleiben, da das Preisniveau mit von den niedrigen Zinsen bestimmt ist.“ Im Klartext: Bei steigenden Zinsen wird sich der derzeitige Preisanstieg nicht fortsetzen.

Für Vorsicht plädierte auch Stefanie Frensch, Geschäftsführerin der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Howoge. Sie bekräftigte zwar deren Absicht, jährlich 300 bis 500 Mietwohnungen zu bauen, machte aber auch deutlich, dass dieses Ziel ständig überprüft werde. Wichtig sei es, auf die richtigen Lagen zu setzen und auch im Neubau eine verkraftbare Gesamtmiete einzuhalten.

Genau das ist nach Ansicht von Klaus Niewöhner-Pape das Problem: Private Unternehmen, die in Berlin Mietwohnungen bauten, benötigten fast alle eine Kaltmiete von etwa zwölf Euro pro Quadratmeter, um auf ihre Kosten zu kommen. Die Warmmiete für eine 70-Quadratmeter-Wohnung betrage dann leicht tausend Euro. „Der Bedarf ist in Berlin aber eher auf Wohnungen mit einer Warmmiete zwischen 500 und 600 Euro gerichtet.“

Christian Hunziker

Deutsche Immobilien beliebt wie nie

KapitalanlageDeutschland löst Großbritannien 2012 als attraktivsten Immobilienmarkt ab. Investoren drängen nach Berlin und München. Die Zahl der Baugenehmigungen sowie der Wohnungs- und Grundstücksverkäufe steigt.

Deutschland hat Großbritannien nach Ansicht von Investoren als attraktivsten Immobilienmarkt Europas überholt. Nach einer von der Beratungsfirma CBRE veröffentlichten Umfrage unter 362 Investoren nannten 35 Prozent den deutschen Markt als reizvollsten für sie. Großbritannien kam dagegen nur auf 24 Prozent.

Der Immobilienboom spiegelt sich auch in den Baugenehmigungen für neue Wohnungen wider. Diese stiegen 2012 das dritte Jahr in Folge, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag mit. 2012 wurde demnach der Bau von 239.500 Wohnungen genehmigt, das sind 4,8 Prozent mehr als im Vorjahr.

Immobilienboom wird sich fortsetzen

Ein Ende des Aufwärtstrends ist nicht in Sicht, sagen Experten. „Deutschland ist Europas Wachstumsmotor Nummer eins mit Rekordbeschäftigung und steigenden Realeinkommen“, sagte Andre Adami vom Marktforschungsunternehmen Bulwien Gesa. „Das ermutigt viele Deutsche, Eigentum zu bilden.“ Investoren wie Pensionskassen, Versicherungen und Fonds locken dagegen die Aussicht auf eine ordentliche Rendite, die sie in anderen Anlageklassen in dieser Höhe entweder nicht bekämen oder dafür größere Risiken eingehen müssten. „Deshalb dürfte sich der Immobilienboom in den nächsten zwei, drei Jahren fortsetzen“, sagte Adami.

Nach der Umfrage von CBRE ist London unter den europäischen Städten der begehrteste Immobilienstandort. Dahinter folgen München und Berlin. Das Interesse an deutschen Immobilien führte im vergangenen Jahr bei Transaktionen von Wohnungen zu einem neuen Fünf-Jahres-Hoch. Wie das Maklerunternehmen Jones Lang LaSalle mitteilte, wurden 2012 Wohnportfolios für 11,1 Milliarden Euro verkauft. Verglichen mit dem Vorjahreswert von 6,6 Milliarden Euro stieg das Verkaufsvolumen damit um fast 70 Prozent.

Fast 5,1 Milliarden Euro wurden mit fünf Großtransaktionen mit jeweils über 10.000 Wohnungen umgesetzt – darunter die 11.500 Wohnungen der TLG Wohnen. Lässt man die großen bundesweit gehandelten Portfolios außer Betracht, so floss mit 1,6 Milliarden Euro das meiste Geld nach Berlin.

Gerade die deutsche Hauptstadt steht bei Investoren hoch im Kurs. „Das Interesse an Berlin ist groß“, berichtete die Sprecherin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Daniela Augenstein, am Donnerstag von der weltgrößten Immobilienmesse Mipim im französischen Cannes. Die Hauptstadt ist auf der Messe, die an diesem Freitag endet, mit einem eigenen Stand präsent. (mit Reuters)

Von Ulrich Paul

Deutschland – der sichere Hafen für Immobilien-Investoren

Berlin HauptbahnhofDie historisch niedrigen Zinsen sowie die Suche nach vergleichsweise sicheren Anlagemöglichkeiten haben dieses Volumen möglich gemacht. Die größten Investorengruppen 2012 waren offene Immobilien- und Spezialfonds, gefolgt von Asset und Fund Managern sowie Privatinvestoren und Family Offices. Der Schwerpunkt der überwiegend nach Sicherheit einerseits und akzeptabler Verzinsung andererseits suchenden Nachfrage lag im gewerblichen Bereich wenig überraschend weiter auf Core-Immobilien, das heißt auf Objekten in sehr guter Lage in erstklassiger Ausstattungs- und Bauqualität und mit langfristig gebundenen, bonitätsstarken Mietern.

Da es von diesem Immobilientyp in den wichtigsten deutschen Immobilienzentren aber nur eine begrenzte Anzahl gibt, haben sie sich weiter verteuert. Die sinkenden Flächenleerstände auf dem Bürovermietungsmarkt bei gleichzeitig meist überdurchschnittlichen Flächenumsätzen haben zudem bisher nicht zu einer umfangreichen Neubautätigkeit geführt, weshalb die Angebotsseite weiterhin einen limitierenden Faktor für den Investmentmarkt darstellt. Alternativen abseits des Core-Segments sind im Value-add-Bereich etliche vorhanden: Nicht mehr ganz neue Objekte oft am Rande etablierter Lagen, die nicht vollständig oder langfristig vermietet sind.

Limitierend wirken hier zum Teil die Finanzierungsbedingungen und in diesem Zusammenhang vor allem die von den Banken aufgerufenen Eigenkapitalanforderungen. Die schärferen Eigenkapitalregelungen für Banken durch Basel III erleichtern diese Situation nicht. Des Weiteren liegen die Kaufpreisvorstellungen der derzeitigen Eigentümer zu einem großen Teil noch über denen der Investoren, die auf entsprechende Wertsteigerungspotentiale orientiert sind.

Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt ungebrochen hoch

Anders ist die Situation auf dem Wohnungsmarkt, wo die Nachfrage sowohl im Neubau- als auch im Bestandsbereich ungebrochen hoch ist. Hier wurde das Investitionsvolumen durch Paketverkäufe wie jene der TLG-Wohnimmobilien oder des Speymill-Portfolios 2012 auf über zehn Milliarden Euro getrieben. Sowohl sicherheitsorientierte Anleger wie Versicherungen und Pensionsfonds als auch risikofreudige Anleger mit meist internationalem Hintergrund investieren in deutsche Wohnimmobilien – von Privatanlegern einmal ganz abgesehen. Diese treten verstärkt am Markt auf und in zunehmende Konkurrenz zu institutionellen Investoren. Exklusive Entwicklungen werden auch schon einmal zu deutlich mehr als dem 22-fachen der Jahresmiete angekauft. Internationale Investoren suchen ihre Chance im Ankauf großer Wohnungsbestände und deren Optimierung.

Worauf man beim Kauf von Gebraucht-Immobilien achten sollte

Hauskauf-BerlinWer auf Gebrauchtimmobilien setzt, kann viel Geld sparen – allerdings nur, wenn vor dem Kauf gründlich ausgesucht und geprüft wird. Dabei sollte nicht nur auf die Bausubstanz geachtet werden, sondern auch die Finanzierung sollte zuvor gründlich durchdacht und geplant werden.

Steigende Preise für Baugrundstücke und Neubauten – besonders in den Ballungsräumen – sprengen immer häufiger das Budget von Normalverdienern. Deutlich günstiger kann sich jedoch auch in zentralen Lagen den Traum vom Eigenheim verwirklichen, wer sich für eine gebrauchte Wohnung oder ein Gebrauchthaus entscheidet.

Nach einer kürzlich veröffentlichten Analyse des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung betrug 2010 der Quadratmeterpreis hier mit 1160 Euro weniger als die Hälfte des Preises für eine neu errichtete Eigentumswohnung (2400 Euro). Doch das wirklich passende Objekt zu finden, erfordert eine sorgfältige Auswahl. Jochen Ament, Fachmann der Badenia-Bausparkasse, sowie Bauingenieurin und TV-Wohnexpertin Sabine Binkenstein geben Tipps, was vor der Entscheidung für ein gebrauchtes „Schätzchen“ zu beachten ist.

Auch die 1-B-Lagen in Betracht ziehen

Lage und Infrastruktur bestimmen maßgeblich Kaufpreis, Werterhalt und möglichen Wiederverkaufswert. „Der Erwerber sollte aber durchaus auch die sogenannten 1-B-Lagen etwas weiter außerhalb in Betracht ziehen, sofern das Umfeld stimmt. Sie punkten nämlich manchmal mit wesentlich günstigeren Preisen“, rät Ament.

Die Finanzierung der Gebrauchtimmobilie sollte der Käufer vorab genau kalkulieren. Die zentrale Frage dabei: Wie viel Haus kann ich mir wirklich leisten? „Das derzeit günstige Zinsniveau darf nicht dazu verleiten, bis an den Rand der finanziellen Möglichkeiten zu gehen“, rät der Bauspar-Experte. Besonderes Augenmerk solle bei der Finanzierung auf eine Zinsgarantie über die gesamte Laufzeit gelegt werden.
Auf typische Schwachstellen achten

Hat der Käufer eine Gebrauchtimmobilie in der engeren Auswahl, muss die bauliche Substanz auf Herz und Nieren untersucht werden: Wann und was wurde renoviert? Wie sind Fenster und Heizanlage zu beurteilen? Liegt ein Energieausweis vor? Was sagt dieser aus? Wie sieht bei Mehrfamilienhäusern das Gemeinschaftseigentum aus? Welche Qualität hat die Dämmung? Wie ist der Zustand von Dacheindeckung und Dachstuhl?

Dabei sollte auf die ganz speziellen Schwachstellen von Immobilien verschiedener Bauepochen geachtet werden. Ein schmuckes Häuschen aus den späten 1940er Jahren etwa kann unter Umständen buchstäblich auf Sand (oder Schutt) gebaut sein, ein Flachdach-Bungalow aus den 1970er Jahren Bauteile aus Asbest enthalten. In gebrauchten Wohnungen und Häusern verstecken sich oft Mängel, die der Laie auf den ersten Blick nicht erkennt.
Zur Besichtigung einen Gutachter mitnehmen

Dazu zählen: Schimmel, Verfärbungen und feine Risse in den Wänden, Vorwölbungen und Absenkungen. Sie können Hinweise auf Feuchtigkeit oder statische Probleme geben. „Um das beurteilen zu können, sollte zur Besichtigung einer zum Kauf anstehenden Immobilie auf jeden Fall ein Gutachter mitgenommen werden“, rät Binkenstein. Der Sachverständige kann die Kosten für notwendige Sanierungen ermitteln. Diese Beträge müssen zum Kaufpreis dazu gerechnet werden. „Und bei den Verhandlungen mit dem bisherigen Eigentümer können anstehende Baumaßnahmen ein wichtiger Grund für Preisnachlässe sein“, gibt die Fachfrau zu bedenken.

Nicht zuletzt sollte sich der künftige Eigentümer Zeit lassen für seine Entscheidung. Vor der Unterschrift unter den Kaufvertrag ist es wichtig, alle Fakten noch einmal abzuwägen. Was spricht für, was gegen die Immobilie? Auch weitere Besichtigungen sind empfehlenswert. Denn das potenzielle „Schätzchen“ kann unter der Woche mit Verkehrslärm und bei Regenwetter ganz anders wirken als an einem sonnigen Wochenende.

Tobias Krell

Hausbau in Berlin und Brandenburg: Die Renaissance des Bauhaus-Stils

Stadtvilla in Berlin

Hausbau in Berlin und Brandenburg

Seit ein paar Jahren erfreut es sich neuerlich sehr großer Popularität beim Hausbau in Berlin und Brandenburg. Denn die „Neue Sachlichkeit”, wie der Bauhausstil auch genannt wird, verbindet formschönes Design mit anspruchsvoller Funktionsvielfalt. „Es gibt keinen Wesensunterschied zwischen dem Künstler und dem Handwerker”, propagierte der Architekt und Bauhaus-Begründer Walter Gropius. In den 1920er Jahren verkörperte dieser neue Stil ebenso wie die Rückkehr zum klassischen Handwerk des Hausbaus wie ebenso die Anpassung an die zeitgenössische Massenfabrikation. Zusätzlich zu Gropius gehören Hannes Meyer und Ludwig Mies van der Rohe zu den Vertretern der bekannten architektonischen Richtungen im Bauhaus. Global wird der in Dessau begründete Stil außerdem unter den Begriffen Klassische Moderne, Internationaler Stil und Neues Bauen weit verbreitet. Seit 1996 gehört das Bauhaus-Gebäude in Dessau offiziell zum Weltkulturerbe der Unesco.
Individuelle Entwürfe anstatt Massenbau von der Stange

Mittlerweile hat sich das Bauhaus weiterentwickelt und wurde mitsamt den Entwicklungsmöglichkeiten einer modernen Einfamilienhaus-Architektur in Einklang gebracht. Heute sind die Erwartungen, vornehmlich an Einzigartigkeit und Energieeffizienz, weiter gewachsen. Das Bauhaus bietet Häuslebauern dafür eine gute Grundlage: Die aktuelle Renaissance verdankt es dem zeitlosen Anspruch, Technik und Kunsthandwerk miteinander auszusöhnen. Außerdem sind auch persönlich gestaltete Bauhäuser inzwischen sehr wohl erschwinglich. Auf dem Immobilienmarkt der Hausanbieter in Berlin und Brandenburg finden sich heute eine Menge persönliche gestalteter Modelle mit dem typischen, glatten und schnörkellosen Baustil. Neue Modelle im Bauhausstil bieten den Häuslebauern einen Zugewinn an individueller Konzeption und gestalterischer Freiheit ‒ vorbei sind die Zeiten der Typenhäuser von der Stange sowie eintöniger Neubausiedlungen.

Hohe Erwartungen an die Energiebilanz

Für die Hausanbieter in Berlin und Brandenburg wird das Bauhaus insbesondere interessant, da es in seiner einfachen, pragmatischen Bauweise ebenfalls an hohe energetische Ansprüche angepasst werden kann. Denn bis 2016 verlangt der Grundriss zur neuen Energiesparverordnung im Neubau Kostensenkungen von 25 % bis 2016. Einfach lässt sich mittels Verzicht auf Walm-, Sattel- oder Gaubendächer und weitere Vorsprünge die Außenfläche des Bauhauses verkleinern. Dadurch kann außerdem Wärmeverlust verhindert werden. Darüber hinaus lässt sich die Außenhaut der Immobilie durch wärmegedämmtes Baumaterial verkleiden. Solaranlagen, Wärmepumpen und kontrollierte Be- und Entlüftung garantieren zusätzliche Energiespareffekte. Damit kombiniert erfüllt das Bauhaus außergewöhnlich gut die Ansprüche gesetzlich förderfähiger KfW-Effizienzhäuser. Errichtet werden kann das Haus in moderner Fertigteilbauweise bzw. Trockenbauweise sowie klassischer Massivhausbauweise. Die großflächigen Fenster werden zum Energiegewinn im eleganten Bauhaus-Stil idealerweise in Richtung Süden ausgerichtet, die kleineren Fenster hingegen Richtung Norden. Das hängt selbstverständlich von den Gegebenheiten am Bauplatz ab. Hausanbieter in Berlin und Brandenburg legen zudem viel Wert auf Luftwechselsysteme und baubiologisch einwandfreie Baustoffe.

Eine Übersicht für die faszinierende Welt des Bauhaus in Berlin und Brandenburg sowie detaillierte Informationen zu regionalen Anbietern bietet das Sonderheft „Bauhäuser”, dass der Dezember-Ausgabe des Regionalen Immobilien Journal Berlin & Brandenburg http://www.immobilien-journal.de beiliegt. Hier finden Sie ebenso eine große Auswahl von Spezialisten für den Hausbau im Bauhaus-Stil in Berlin und Brandenburg und deren Aktionen und Neuigkeiten.Das Sonderheft kann auch unter http://www.immobilien-journal.de/bauhaus kostenlos bestellt werden.

Ratschläge für die neue Wohnqualität

Zu den aussergewöhnlichen Vorteilen des Bauhauses zählt dessen weiträumiger Schnitt. Kombiniert mit einem minimalistischen Stil entsteht so eine stimmige Wohnatmosphäre, ein Erholungsort für Körper und Seele vom Druck des Alltags. Großflächige, bodentiefe Glasfronten, Holzverkleidungen bzw. waagerechte oder senkrechte Sichtbetonelemente können ganz nach Wunsch in Beziehung zueinander gesetzt werden. Die großzügige Gestaltung schlägt sich speziell in dem offenen Wohn- sowie Essbereich nieder. Er verkörpert die Mitte des Gebäudes und sollte dementsprechend offen konzipiert sein. Zahlreiche Küchenplaner bieten mittlerweile ein „Gesamtpaket Küche” an, dass wahlweise Lichtinstallationen, Arbeits- und Ruhezonen sowie geschlossenen Stauraum enthält.

Damit darüber hinaus auch der Grundriss eine harmonische Konzeption gewährleistet, müssen sich weitere Räume dem Wohn- beziehungsweise Essbereich unterordnen.Betont werden darf die Weitläufigkeit des Hauses durch eine Deckenerhöhung im Parterre und eine groß angelegte Terrasse, die den Wohnbereich ins Grüne ausdehnt. Sämtliche Räume werden klar und funktional konzipiert. Das Badezimmer sollte zum Beispiel aus luft- und schalltechnischen Gründen nicht direkt an das Schlafzimmer angrenzen.

Große Auswahl für den Hausbau im Bauhausstil in Berlin und Brandenburg

„Design folgt der Funktion”, gilt als ein Grundprinzip im Bauhaus-Stil. Diesen hohen Anforderungen haben sich viele Hausbaupartner in Berlin und Brandenburg gestellt.

Beispielsweise kombiniert das Hausbau-Unternehmen „Akost GmbH” traditionelle norwegische Handwerkskunst mit der Innengestaltung der „Neuen Sachlichkeit. Der grundlegende Baustoff ist Holz. Auf vorgefertigte Wandelemente wird verzichtet, stattdessen wird jeder Ständer und jedes einzelnes Stück Holz separat geliefert und fachgerecht befestigt. So kann eine sehr gute Dichtung und Wärmeisolierung ermöglicht werden. Heizenergie bleibt in den eigenen vier Wänden, die laufenden Kosten können so stark eingeschränkt werden. Zudem überprüft ein zertifizierter Anbieter das Haus nach dem europaweit anerkannten Verfahren namens „Blower Door Test”auf Dichtigkeit. Die Wände im Holzrahmenbau haben darüber hinaus einen schlanken Querschnitt – so bleibt ein gutes Größenverhältnis von Nutzfläche zur Querfläche möglich. Die Innengestaltung orientiert sich, ganz im Bauhaus-Prinzip, an funktionalen Maßstäben. Der Hausbauer kann zwischen 28 Haustypen frei aussuchen sowie diese persönlich verfeinern. Akost garantiert die Fertigstellung des Hauses binnen von 15 Wochen.

Helaba erwartet mehr Interesse an Immobilien abseits der Zentren

Hausbau

Insgesamt sollte „die Nachfrage nach Immobilien mit kleinen „Schönheitsfehlern“ auch abseits der größten deutschen Ballungszentren zunehmen“, schrieb Analyst Stefan Mitropoulos in einer aktuellen Studie. Diese Anpassung in der Anlagestrategie institutioneller Investoren werde sich allerdings nur langsam vollziehen.

Der Experte begründete seine Einschätzung mit einem weiterhin hohen Interesse an Immobilien als Anlage und einem knappen Angebot hochwertiger Objekte. Viele Großanleger wie Versicherungen oder Pensionskassen wollten vor dem Hintergrund von Inflationsangst und mangelnder Anlagealternativen mehr Geld in Immobilien stecken, erläuterte Mitropoulos. Zugleich seien die Spitzenrenditen bei erstklassigen Objekten aber schon spürbar zurückgegangen. Die angestrebte Erhöhung der Immobilienquote sei daher nur mit etwas mehr „Risikoappetit“ machbar.

Weidmann sieht keine Immobilien Blase

Investment

Niedrige Zinsen

Niedrige Zinsen lassen die Anleger zu Immobilien greifen. Vor allem in Großstädten steigen die Preise für Eigentumswohnungen. Dennoch sieht die Bundesbank keine Anzeichen für eine Überhitzung.
Die Bundesbank hat ihre Warnungen vor möglichen Übertreibungen am deutschen Immobilienmarkt bekräftigt.“Fakt ist: Der deutsche Immobilienmarkt ist mittlerweile regional angespannt. In Ballungsgebieten wie Frankfurt oder München sind die Preise deutlich gestiegen“, sagte Bundesbank-Präsident Jens Weidmann im Interview mit der „Welt am Sonntag“. Dieser Preisanstieg hänge mit einer Vielzahl von Faktoren zusammen, „die günstigen Finanzierungsbedingungen sind einer davon“.

Gleichzeitig trat Weidmann Kritikern entgegen, die der Notenbank vorgeworfen hatten, sie schüre mit Warnungen vor einer Immobilienblase unnötige Panik.

Niedrige Zinsen heizen Boom an

„Wir weisen zwar auf einen beschleunigten Preisanstieg hin, insbesondere in Ballungsgebieten. Aber wir sprechen noch nicht von einer Blase und betreiben erst recht keine Panikmache“, sagte er.

Zu einer Blase würde gehören, dass die Immobilienkredite rasant wachsen, was aber nicht der Fall sei. Außerdem müsse man auch die im internationalen Vergleich sehr gedämpfte Entwicklung des deutschen Immobilienmarktes im vergangenen Jahrzehnt berücksichtigen, um das Gesamtrisiko zu bewerten.

„Allerdings tragen die niedrigen Zinsen dazu bei, dass der Immobilienmarkt derzeit boomt“, betonte Weidmann. Auch die Unsicherheit durch die Euro-Krise und der Wunsch, das Geld in vermeintlich sicheren Häfen zu parken, spielten eine Rolle. „Das alles ist keine Erfindung der Bundesbank.“

Die heißesten Immobilienmärkte Deutschlands

Hauskauf-BerlinIn den Metropolen spielen die Preise für Immobilien verrückt. Eine Studie zeigt, dass Kaufpreise und Mieten in den nächsten Jahren weiter steigen werden. Wo es jetzt noch Chancen gibt, und wo Mieter draufzahlen müssen.

Ist der Markt für Wohnimmobilien heiß gelaufen? Noch nicht. Aber in den kommenden Jahren wird es auf jeden Fall heißer. Das ist das Ergebnis einer Studie von Feri Eurorating zum deutschen Immobilienmarkt. Die Ratingagentur hat Prognosen über die Entwicklung von Mieten und Kaufpreisen für 68 Standorte über die nächsten drei Jahre erstellt.

Besonders in den Metropolen Hamburg, München und Berlin werden die Kaufpreise für Wohnungen deutlich steigen. Die Mieten dürften in den diesen Städten zwar ebenfalls zulegen, mit der Explosion der Kaufpreise aber nicht Schritt halten.

Prognose für Eigentumswohnungen bis 2015

Durchschnittspreis 2012: 1.894 Euro/qm
Preisentwicklung bis 2015: +8,0 Prozent

In Berlin dürften sich Preise und Mieten im Schnitt einigermaßen parallel entwickeln. Feri erwartet eine Preissteigerung um acht Prozent und Mietsteigerungen in Höhe von 8,2 Prozent. Die Annahme bezieht sich auf den Gesamtmarkt, in einzelnen Stadtteilen kann die Entwicklung durchaus auseinanderlaufen. „In einzelnen Objekten können Eigentümer bei einem Auszug Mietsteigerungen von 80 Prozent und mehr durchsetzen“, sagt Andreas Lewandowski, Vorstand des Immobilienunternehmens Estavis, das Bestände in der Hauptstadt verwaltet. Für einige Plattenbauten zahlten Käufer bereits bis zu tausend Euro pro Quadratmeter.

Prognose für Mieten bis 2015

Durchschnittspreis 2012: 7,5 Euro/qm
Preisentwicklung bis 2015: +8,2 Prozent

In Berlin dürften sich Preise und Mieten im Schnitt einigermaßen parallel entwickeln. Feri erwartet eine Preissteigerung um acht Prozent und Mietsteigerungen in Höhe von 8,2 Prozent. Die Annahme bezieht sich auf den Gesamtmarkt, in einzelnen Stadtteilen kann die Entwicklung durchaus auseinanderlaufen. „In einzelnen Objekten können Eigentümer bei einem Auszug Mietsteigerungen von 80 Prozent und mehr durchsetzen“, sagt Andreas Lewandowski, Vorstand des Immobilienunternehmens Estavis, das Bestände in der Hauptstadt verwaltet. Für einige Plattenbauten zahlten Käufer bereits bis zu tausend Euro pro Quadratmeter.

Weniger Immobilien im Angebot

Hauskauf-BerlinIm Vergleich zum vorigen Rekordjahr wurden 2012 im ersten halben Jahr weniger Immobilien im Stadtgebiet verkauft. Einzige Ausnahme sind dabei unbebaute Grundstücke, von denen 2 Prozent mehr als im Vorjahr den Besitzer wechselten. Dies geht aus dem am Dienstag veröffentlichten Bericht des städtischen Gutachterausschusses für Grundstückswerte hervor. Von einem Ende des Booms könne dennoch keine Rede sein, heißt es darin. Die Nachfrage nach Wohnungen sei hoch. Das gilt demnach auch für die Preise: Die seien im langjährigen Vergleich „noch auf sehr hohem Niveau“. Dass trotz großer Nachfrage weniger Wohnungen verkauft würden, könne „nur mit einer Verknappung des Angebots“ erklärt werden, so Immobilienexperten.

Für eine Neubauwohnung fallen im Schnitt 4800 Euro pro Quadratmeter an, im Bestand 3350 bis 4800 Euro, je in guter bis durchschnittlicher Lage.